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Zukunft der Dreiräder bei der Tourist Trophy mit neuem Reglement gesichert

Nach der Suspendierung der Seitenwagen bei der diesjährigen Tourist Trophy dürfen alle Beteiligten aufatmen. Ab dem nächsten Jahr wird die bei Fans beliebte Klasse wieder Teil der Veranstaltung sein.

Road-Racing

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Der Trainingsunfall der Brüder Ryan und Callum Crowe, bei dem sich ihr Seitenwagen nach einem Sprung überschlagen hatte, führte dieses Jahr dazu, dass sich der Veranstalter veranlasst sah, die beiden Rennen aus Sicherheitsgründen nicht auszutragen. Bevor man die Dreiräder wieder auf den Snaefell Mountain Course lassen wollte, sollte die Unfallursache genauestens untersucht und aus den Erkenntnissen das technische Reglement angepasst werden.

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Pessimisten sahen schon das Ende der Klasse, doch die Aktiven und Fans können nun aufatmen. Wie der Veranstalter nun wissen ließ, werden die Gespanne zumindest von 2027 bis 2029 wieder Teil der Tourist Trophy sein. Die Pläne sehen vor, dass wieder zwei Seitenwagen-Rennen auf dem Programm stehen. Im ersten Jahr werden die Läufe über zwei Runden ausgetragen, danach soll die Renndistanz nach den Erfahrungen mit dem neuen Paket überprüft werden.

Motore aus der Sportbike-Klasse und Einheits-ECU

Im Mittelpunkt der Änderungen steht die Abkehr von den 600-ccm-Vierzylinder-Motoren hin zu einem neuen, aus der Serienproduktion abgeleiteten Motorkonzept, das auf die technischen Vorschriften für britische Sportmotorräder abgestimmt ist. Die neuen Vorschriften sehen Motoren vor, die von modernen Maschinen der Mittelklasse abgeleitet sind, darunter die Yamaha R7, die Aprilia RS660 oder die Kawasaki Ninja 650 sowie weitere Motoren innerhalb des festgelegten Reglements.

Dies spiegelt sowohl den Wunsch wider, die Leistung der Gespanne besser zu kontrollieren, als auch die Veränderungen auf dem Markt für Serienmotorräder Rechnung zu tragen, da die traditionelle 600-ccm-Vierzylinder-Supersport-Plattform hinsichtlich der aktuellen Serienmaschinen und der Herstellerentwicklung zunehmend an ihre Grenzen stößt. Anstatt die bestehende Formel einfach einzuschränken, soll die neue Ausrichtung den Teilnehmern eine nachhaltigere Motorplattform bieten, die sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln lässt.

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Die Steuerelektronik wird zudem auf die Mectronik-ECU umgestellt, was ein einheitliches Elektronik-Framework schafft und dem Technischen Direktor der Tourist Trophy mehr Möglichkeiten zur Steuerung und Überprüfung des Leistungsspektrums der Klasse gibt. Das neue Regelwerk wird darüber hinaus einen «Balance of Performance»-Ansatz einführen, der darauf abzielt, eine größere Leistungsgleichheit zwischen den zulässigen Motoren zu erreichen.

Nach der bestehenden Regelung können erhebliche Investitionen in die Motorenentwicklung den finanzstärksten Teams einen erheblichen Leistungsvorteil verschaffen. Die neuen Vorschriften sollen diese Möglichkeit einschränken und ein strenger kontrolliertes und potenziell wettbewerbsfähigeres Feld schaffen, in dem die reine Motorleistung wesentlich ausgeglichener ist.

Starke Einschränkunen bei Aerodynamik

Bestehende Seitenwagen-Fahrgestellkonstruktionen bleiben weiterhin zulässig, sodass die Teilnehmer nicht auf ein einheitliches Chassiskonzept umsteigen müssen. Neue Anforderungen werden jedoch die technische Sicherheit in Bezug auf Konstruktion, Identifizierung, Modifikation, Reparatur und Inspektion stärken. Auch die Vorschriften für die Karosserie werden überarbeitet, wobei klarere Grenzen für Unterboden, Radkästen und andere aerodynamische Elemente eingeführt werden. Separate Flügel, Tragflächen, Finnen und Spoiler werden verboten.

Ziel ist es, die aerodynamische Entwicklung einzuschränken und gleichzeitig die strukturelle Integrität, die technische Abnahme sowie den Zugang für medizinisches und Rettungspersonal zu verbessern. Weitere Maßnahmen in Bezug auf Gewicht, Flüssigkeitsrückhaltung, Maschinensicherheit und technische Konformität werden Teil der endgültigen Vorschriften sein.

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Das Format für 2027 wurde bewusst als Ausgangspunkt für die neue Seitenwagen-Formel konzipiert und nicht als deren endgültige Form. Die Bestimmungen für das Qualifying und die Rennen bleiben bestehen, während die beiden kürzeren Rennen im ersten Jahr der überarbeiteten Maschinen und Vorschriften ein konservativeres Rennformat bieten werden.

Auch die Teilnahmebedingungen und Qualifikationsstandards für die Teilnehmer werden verschärft, wobei größerer Wert auf aktuelle Wettkampferfahrung und körperliche Eignung gelegt wird. Die Leistung der neuen Formel wird anschließend anhand von technischen Daten, Aufzeichnungen von Zwischenfällen, Teilnehmer-Feedback sowie den Teilnehmerzahlen und Erfahrungen aus Qualifikation und Rennen bewertet, bevor Entscheidungen über ihre weitere Entwicklung für die Jahre 2028 und 2029 getroffen werden.

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