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Manx Grand Prix: Moritz Klaus von der ersten Rundenzeit selbst überrascht

Als Newcomer wusste Moritz Klaus beim diesjährigen Manx Grand Prix zu überzeugen. Der deutsche Honda-Pilot belegte in Supersport-Rennen den 13. Platz, im Senior MGP zwang ihn ein Defekt zur Aufgabe.

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Schon bevor der Manx Grand Prix mit dem Newcomer-Training begonnen hatte, gab es für Moritz Klaus eine Bewährungsprobe zu bestehen. «Weil ich meine eigene Maschine, die noch nie auf der Isle of Man war, mitgebracht habe, bestand die erste Hürde durch die Abnahme zu kommen. Nach ein paar extra Anpassungen war das aber auch geschafft», erinnert sich der 29-jährige Deutsche an die nicht geplante Zusatzarbeit.

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Wenn man den über 60 Kilometer langen Snaefell Mountain Course nur vom Studium von Onboard-Videos und einigen Runden in einem Auto kennt, dann ist es mehr als selbstverständlich, dass man als Newcomer eine gehörige Portion Respekt mitbringt, wenn man erstmals mit dem Motorrad auf die Strecke geht: «Vor der ersten Runde hinter den Instruktoren war mir etwas mulmig, aber das Tempo war dann doch eher entspannt und gab mir Selbstvertrauen.»

«Ich hatte einen Plan im Kopf, wie ich die Strecke fahren möchte, und den wollte ich in meiner ersten Solorunde dann umsetzen. Das hat auch ausgezeichnet geklappt. Dass es auf Anhieb ein Schnitt von 109 Meilen pro Stunde wird, hat mich dann doch selbst sehr überrascht. Danach war der Fortschritt etwas langsamer, weil uns das Wetter einfach nicht in die Karten gespielt hat und es immer wieder Abbrüche oder Verschiebungen gab.»

Mit jeder Runde fühlte sich der Marketing-Analyst aus dem niederbayrischen Landkreis Landshut sicherer. Obwohl er im Training von einem Defekt eingebremst wurde, schaffte der Honda-Fahrer trotzdem seine erste Runde unter 20 Minuten. «Am Donnerstag hatte ich das erste mechanische Problem, als der Schaltautomat kurz vor Kirk Michael kaputt ging. Freitag mussten ich ohne ihn fahren, was deutlich anstrengender war.»

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Am Samstagnachmittag stand der Supersport Manx Grand Prix auf dem Programm. 56 Teilnehmer stellten sich der Herausforderung von vier kräfteraubenden Runden. Nach dem ersten Umlauf hatte Klaus nicht nur einen Schnitt von über 115 mph erreicht, sondern auch den 16. Rang eingenommen. Bei Halbzeit hatte er sich um zwei Ränge verbessert. Nach 242,9 Kilometern - das entspricht zirka der Entfernung von München nach Stattgart - wurde er als 13. abgewunken.

«Im Rennen funktionierte der Schaltautomat gottlob wieder. Ich konnte von Anfang an ein gutes Tempo fahren. Auch der Boxenstopp verlief einwandfrei, obwohl das Ganze für meine Crew bestehend aus einem Freund von Chris Meyer, einem Freund von Lorenz Rothärmel, die beide kurzfristig eingesprungen sind und meinem Vater Neuland war. Zum Ende hin ging mir etwas die Kraft aus, aber für den 13. Platz hat es noch gereicht.»

Nach dieser Erfahrung wurde der Senior Manx Grand Prix mit viel Zuversicht in Angriff genommen. «Für das zweite Rennen haben wir die Lenker umgestellt, um meine Unterarme zu entlasten. Der Start und erste Sektor waren auch wirklich gut. Auf den vielen Wellen hat mein Vorderrad ohne Widerstand hin und her geschlagen. So war es zu gefährlich und ich habe aufgegeben. Ich tippe auf einen defekten Lenkungsdämpfer, Genaueres werden wir zuhause sehen.»

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Nach dem Motto «einmal ist keinmal» denkt Klaus schon an die Wiederholung des Abenteuers. «Es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Nächstes Jahr möchte ich wieder zum Manx Grand Prix.»

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