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Kult-Kommentator Rudi Moser ist tot: Er brachte Schwung in die Übertragung

In Motorsport-Kreisen war es die letzten Jahre ruhig geworden um die Kommentatoren-Legende Rudi Moser. Am 27. Juli 2026 verstarb der Grazer unerwartet im Alter von nur 62 Jahren.

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«Traurigen Herzens gebe ich bekannt, dass Herr Rudi Moser am 27. Juli 2026 plötzlich und unerwartet im 63. Lebensjahr für immer friedlich eingeschlafen ist.» Dies formulierten seine Lebensgefährtin Gabi und Sohn Paul als Nachricht zum viel zu frühen Ableben des Kult-Kommentators während eines Krankenhausaufenthalts. Eine Meldung, die alle seine Freunde und Bekannten sowie viele Motorsportfans betroffen macht.

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Denn ab 1998 revolutionierte Rudi Moser die Live-Übertragungen der Motorrad-Grands-Prix von Eurosport im deutschsprachigen Raum. Waren zuvor überwiegend begleitendendes, klangarmes, gedämpftes Verlesen von Platzierungen, Rundenzeiten und des ohnehin Sichtbaren üblich, garniert mit Einwürfen von Experten, wusste der gebürtige Grazer die Fernsehzuschauer mit sonorer Stimme, emotionalen Ausbrüchen und feinen Wortvariationen mitzureißen. Kongenial war dabei das Duo Rudi Moser und Jürgen Fuchs.

Schon früh Kontakt zum Motorsport

Aufgewachsen ist Moser in Zeltweg, sodass der Kontakt zum Motorsport zwangsläufig gegeben war. Als Radiomoderator und Streckensprecher kam er zum Motorsport-Journalismus und schließlich in die Sprecherkabinen dieser Welt. Auch als Buchautor betätigte sich der rührige Steirer, doch seine Grand-Prix-Jahrbücher «MotoGP Story» (2003 bis 2008) mit einem besonderen, weniger sportlichen Blickwinkel auf das Geschehene wurden keine großen Kassenschlager, für seine treuen Fans aber zur Pflichtlektüre.

Und Fans hatte er mehr als genug. Zwar kam seine Art zu kommentieren nicht bei allen gleich gut an, manchen war es zu viel Getöse. Aber der deutlich überwiegende Teil wusste seine in großartige Unterhaltung gepackten Expertisen zu schätzen.

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Das wurde zum Beispiel beim Sachsenring-GP, bei den von 1999 bis 2006 jährlich ausgetragenen Benefiz-Fußballspielen, jeweils am Donnerstag vor dem eigentlichen Event offenkundig. Dabei standen sich eine Auswahl der aktuellen Grand-Prix-Piloten und ein All-Star-Team mit zahlreichen Hochkarätern anderer Sportarten gegenüber. Wenngleich nicht gerade groß an Wuchs, fühlte sich Rudi Moser dazu berufen, das Tor der All-Stars zu hüten. Was er an Paraden zeigte, konnte sich sehen lassen, sodass er schnell den Beinamen die «Katze von Graz» verpasst bekam. Zur Vorbereitung auf seine Highlights als «aktiver Sportler» nahm er gerne die eine oder andere Trainingseinheit beim österreichischen Fußball-Bundesligisten Sturm Graz mit. Die Beifallsbekundungen und «Rudi, Rudi»-Sprechchöre machten ihn gefühlt zehn Zentimeter größer.

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Nach Eurosport kam ATV+

Als 2003 KTM in die Straßen-WM (Klasse bis 125 ccm) einstieg und parallel der österreichische Privatsender ATV+ auf den Plan trat, wechselte Rudi Moser zu diesem. Ende 2011 stieg ATV+ wieder aus, was das Ende von Moser als GP-Kult-Kommentator bedeutete.

Gern widmete er sich danach seiner weiteren Leidenschaft, dem Kochen. Nach einer mehrjährigen «Lehre» bei einem österreichischen Sternekoch avancierte er selbst zum Spitzenkoch und arbeitete in einer festen gastronomischen Einrichtung in Graz sowie auch auf Kreuzfahrtschiffen. Der großflächigen deutschsprachigen Motorsport-Community wird er als einer der ersten «GP-Lautsprecher» in Erinnerung bleiben.

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