«Night of the Fights» in Cloppenburg: Dänen feiern Speedway-Doppelsieg
Mit einem dänischen Triumph endete das Flutlicht-Speedway in Cloppenburg, während die deutschen Teilnehmer vor einer ordentlichen Kulisse nur punktuell für beste Stimmung sorgen konnten.
2018 hatte Mikkel Bech schon einmal in Cloppenburg gewonnen, sich dann aber nach der Saison 2019 vom Speedwaysport zurückgezogen. 2026 kehrte der Däne ins Oval zurück und konnte bei der «Night of the Fights» an alte Erfolge anknüpfen. In seinen ersten vier Läufen blieb der Comeback-Mann ungeschlagen und konnte dabei auch einen Sturz im zehnten Lauf wegstecken, als er nach einer Berührung von Patrick Wojdylo zu Boden ging. Den einzigen Punktverlust musste Bech im letzten Durchgang hinnehmen, als er einen Zähler an seinen Landsmann Mads Hansen abgab. Mit 14 Punkten toppte er das Klassement nach den Vorläufen vor Hansen und dem Letten Francis Gusts, die beide 13 Punkte eingefahren hatten.
Deutsche Fahrer begeisterten nur punktuell
Die deutschen Fahrer hatten in Cloppenburg einen schweren Stand: Martin Smolinski kam im ersten Lauf mit Beau Bailey zu Sturz und holte im Re-Run immerhin noch einen Punkt, ehe er einen klaren Nuller im zweiten Durchgang schrieb. Lukas Fienhage hatte bei seinem ersten Start einen Aufsteiger und holte dann immerhin noch einen Punkt vor Jonny Wynant. In seinem zweiten Lauf lag Fienhage zunächst auf dem zweiten Platz, fiel dann aber hinter Bailey auf den dritten Rang zurück. Ähnlich erging es Smolinski im dritten Durchgang: Er lag zunächst auf dem zweiten Rang, wurde dann aber erfolgreich von Mads Hansen attackiert und letztlich Dritter. Den ersten deutschen Sieg fuhr Fienhage im zwölften Lauf ein, als er vom inneren Startplatz gut loskam. Während der Norddeutsche im vierten und fünften Durchgang punktlos blieb, schaffte Smolinski zwei Laufsiege und kam damit noch in die Halbfinals. Im 16. Lauf blieb der Olchinger konsequent innen und konnte sich so an Patrick Wojdylo vorbeiarbeiten. Auch im 19. Lauf schaffte es «Smoli» nach vorne zu fahren, nachdem er aus dem Start heraus zunächst nur Dritter war. Jonny Wynant holte fünf Punkte, Bruder Carl einen.
Finale ohne deutsche Beteiligung
Im ersten Halbfinale setzten sich Mikkel Bech und Tom Brennan an die Spitze und sicherten sich ihre Finalplätze, was das Aus für Smolinski bedeutete, der Letzter wurde. Im zweiten Halbfinale siegte Mads Hansen vor Benjamin Basso, während Francis Gusts, der in den Vorläufen 13 Punkte geholt hatte, als Letzter ausschied. Somit standen mit Bech, Basso, Hansen und Brennan drei Dänen und ein Brite im Finale. Der Endlauf war eine klare Angelegenheit für Bech, der von außen an die Spitze zog und vor Basso und Brennan siegte.
Ergebnisse «Night of the Fights» Cloppenburg/D:
1. Mikkel Bech (DK), 14 Vorlaufpunkte
2. Benjamin Basso (DK), 8
3. Tom Brennan (GB), 12
4. Mads Hansen (DK), 13
5. Sam Masters (AUS), 9
6. Beau Bailey (AUS), 8
7. Francis Gusts (LV), 13
8. Martin Smolinski (D), 8
9. Patrick Wojdylo (PL), 7
10. Damian Ratajczak (PL), 7
11. David Bellego (F), 5
12. Lukas Fienhage (D), 5
13. Jonny Wynant (D), 5
14. Mitchell McDiarmit (AUS), 4
15. Carl Wynant (D), 1
16. Paco Castagna (I), 1
Halbfinale 1: 1. Mikkel Bech, 2. Tom Brennan, 3. Beau Bailey, 4. Martin Smolinski
Halbfinale 2: 1. Mads Hansen, 2. Benjamin Basso, 3. Sam Masters, 4. Francis Gusts
Finale: 1. Mikkel Bech, 2. Benjamin Basso, 3. Tom Brennan, 4. Mads Hansen
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