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Superbike-WM Misano, Grid Lauf 2: Miguel Oliveira wuchs über sich hinaus
Während die Top-3 im Superpole-Race in Misano identisch mit dem ersten Superbike-Lauf waren, wurde ein tapfer kämpfender Miguel Oliveira von BMW für Platz 6 wie ein Held gefeiert.
Das um 11 Uhr gestartete Superpole-Race über nur 10 Runden in Misano fand bei Sonnenschein und bereits 26 Grad Celsius statt. Dass die Piloten nicht auf den Reifenverschleiß achten müssen und jede Runde ans Limit gehen, macht den Reiz dieses Formats aus. Dass Pirelli den Qualifyer-Reifen SCQ als Option zum weichen Rennreifen SCX anbietet, war beim siebten Saisonmeeting der Superbike-WM 2026 ein zusätzlicher Faktor.
Die Bezeichnung des Sprintrennens kommt daher, weil das Ergebnis in die Startaufstellung für den zweiten Lauf einfließt. Die Top-9 erhalten bis zu zwölf WM-Punkte und nehmen die ersten neun Startplätze ein, die weiteren Positionen entsprechen der Superpole vom Samstag.
Die Startaufstellung für den Sprint entsprach wiederum der Superpole. Ducati nahm mit Lauf-1-Sieger Nicolò Bulega, Iker Lecuona die ersten zwei Startplätze in Beschlag. Bimota-Ass Alex Lowes komplettierte die erste Startreihe. Reihe zwei bestand wiederum aus den Ducati-Privatiers Yari Montella, Lorenzo Baldassarri und Alberto Surra. Yamaha-Aushängeschild Andrea Locatelli ging von der achten Position in den Sprint und der noch angeschlagene BMW-Pilot Miguel Oliveira als Elfter.
Bulega gewann den Start und bog vor Lecuona, Montella und Alex Lowes als Führender in die erste Kurve ein. Locatelli verbesserte sich auf Platz 5. Dahinter gab es eine Rempelei, glücklicherweise blieben aber alle Piloten auf ihren Motorrädern sitzen.
Bereits in der zweiten Runde war das Rennen für Sam Lowes (Ducati) nach einem Sturz vorbei. An der Spitze zog Bulega mit der schnellsten Rennrunde in 1:31,947 min um 0,8 sec davon. Locatelli war auf Platz 7 zurückgefallen, dahinter Oliveira. Zu Beginn von Runde 3 rutschte mit Tommy Bridewell ein weiterer Ducati-Privatier aus.
Bei Halbzeit hatte sich Bulega weiter leicht von seinem Teamkollegen abgesetzt. Die beiden Aruba.it-Piloten führten um 2 sec vor Montella, Alex Lowes, Surra und Axel Bassani (Bimota). Oliveira hatte sich vorbei an Locatelli auf Platz 7 verbessert.
Ein bitterer Moment für Alex Lowes und Xavi Vierge in Runde 6: Der Bimota-Pilot rollte mit einem technischen Problem aus, der Spanier im Yamaha-Werksteam stürzte.
Zwei Runden vor dem Ende waren die Podestplätze von Bulega, Lecuona und Montella bezogen. Um Platz 4 lieferten sich Surra und Bassani ein unterhaltsames Duell, während Baldassarri und Locatelli um die siebte Position kämpften.
Unter dem Druck von Bassani machte Surra einen Fehler, wodurch sich Bassani als Vierter durchsetzte und sich BMW-Ass Oliveira plötzlich im Duell mit Surra um Platz 5 wiederfand.
Nach zehn Runden preschte Bulega mit 1,1 sec Vorsprung auf Lecuona und 7,4 sec auf Montella als Sieger über die Linie. Es ist dasselbe Finish wie im ersten Lauf am Samstag. Bassani wurde Vierter.
In der letzten Runde verpasste Oliveira die Ideallinie und verlor dabei über eine Sekunde. Der Portugiese fiel dadurch hinter Baldassarri auf Platz 7 zurück – dennoch ein starkes Rennen vom BMW-Piloten! Und weil Surra nachträglich eine Drei-Sekunden-Strafe erhielt, kamen Baldassarri und Oliveira als Fünfter und Sechster in die Wertung!
Locatelli brachte die beste Yamaha auf der achten Position nach Hause. Enttäuschung bei Kawasaki und Honda: Garrett Gerloff mit der einzigen ZX-10RR kam auf Platz 14 ins Ziel, unmittelbar dahinter Somkiat Chantra mit der Fireblade.
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