Locatelli: «Vielleicht brauchen wir andere Leute und eine neue Motivation»
Nach Platz 7 in Lauf 1 in Misano sprach Superbike-Ass Andrea Locatelli offen über die frustrierende Situation für Yamaha. Welche Ideen der Italiener hat, um die R1 konkurrenzfähiger zu machen.
Im ersten Superbike-Rennen in Misano überquerte Yamaha-Pilot Andrea Locatelli die Ziellinie als Siebter. Immerhin war der Italiener bester R1-Pilot. Angesichts des Rückstands von über 26 Sekunden auf Sieger Nicolo Bulega (Ducati) war dies aber kein Trost.
Ducati ist derzeit in der seriennahen Weltmeisterschaft meilenweit voraus. In der Medienrunde nach dem Rennen am Samstag sprach Locatelli offen über die frustrierende Situation, in der sich er und Yamaha derzeit befinden.
«Wir arbeiten hart daran, um immer das bestmögliche Resultat zu erzielen. Wir wissen, dass es nicht einfach und der Abstand zur Spitze sehr groß ist», so der 29-Jährige. «Das ist etwas, was ich aber nicht kontrollieren kann. Ich versuche, auf mich selbst zu schauen und mich zu verbessern. Das ist das Wichtigste.»
Sieht der Italiener ein Licht am Ende des Tunnels? «Schwer zu sagen. Es gibt Strecken, auf denen es besser geht, auf anderen wiederum haben wir mehr Probleme. Wir müssen analysieren, wo unsere Probleme liegen und Wochenende für Wochenende Fortschritte machen», erklärte Locatelli. «Vom Beginn des Jahres bis jetzt war aber nicht immer alles sehr klar. Manchmal war das Gefühl gut, manchmal nicht. Wir wissen, dass wir hart daran arbeiten müssen, um einen Schritt nach vorn zu machen. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben. Ich glaube immer daran, dass wir es schaffen können, und ich genieße es, mein Motorrad zu fahren.»
2027 löst in der Superbike-WM Michelin den italienischen Hersteller Pirelli als Reifenlieferant an. Könnte dies Yamaha helfen? «Das ist schwer zu sagen, aber die Reifen sind am Ende für alle gleich. Wenn wir Schwierigkeiten haben, dann ist es egal, welche Reifen wir haben», grübelte Locatelli. «Mit den neuen Reifen müssen wir aber vielleicht in Sachen Motor, Elektronik und Aerodynamik über den Tellerrand hinausschauen. Es wird aber für alle, vor allem für die Fahrer, schwierig, um das Limit der Reifen zu verstehen. Möglicherweise muss man auch den Fahrstil komplett anpassen. Es wird für uns eine Herausforderung und zugleich Motivation sein, um in der nächsten Saison mit etwas unterschiedlichem zu starten.»
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