Volle Krankenstation im BMW-Werksteam: So geht es im besten Fall weiter
Das ROKiT-BMW-Werksteam muss bei der Superbike-WM in Aragon/Spanien ohne seine verletzten Stammfahrer Miguel Oliveira und Danilo Petrucci auskommen. Wie es um die Gesundheit der beiden bestellt ist.
Aragon ist der sechste Event im Kalender der Superbike-WM 2026, nach diesen Rennen ist die Saisonmitte erreicht. Für BMW keine einfache Veranstaltung, denn gleich beide Stammfahrer Miguel Oliveira und Danilo Petrucci fehlen verletzungsbedingt und werden von Testfahrer Michael van der Mark sowie
Oliveira wurde in Balaton/Ungarn im Superpole-Race abgeschossen, dabei zog er sich neben einer Gehirnerschütterung und einem Rippenbruch auch eine
Petrucci hatte ebenfalls in Balaton einen unverschuldeten Unfall und stürzte zwei Wochen später im ersten Lauf in Most. Dabei
Oliveiras Heilung liegt vor dem Zeitplan
«Mit Danilo habe ich am Donnerstagmorgen geredet, bald werden wir wissen, ob seine Rückkehr für Misano im Bereich des Möglichen liegt oder nicht», erzählte BMW-Rennchef Sven Blusch in Aragon in kleiner Medienrunde. «Miguel wird dieses Wochenende hier sein und uns ein Update geben. Bislang ist nicht bestätigt, dass er in Misano zurück ist. Aber ich werte es als gutes Zeichen, dass er hierherkommt. Seine Schulter heilt schnell, er ist dem Zeitplan seines Arztes voraus. Das ist gut. Danilo hat weiterhin Schmerzen im ganzen Körper, schwer zu sagen, wann er sich wieder besser bewegen kann. Er kann inzwischen ohne Krücken laufen, es wird besser. Bislang konnte er aber nicht ins Fitnessstudio, das wäre zu früh. Wir wollen in Misano auch nichts riskieren mit Fahrern, die nicht fit sind.»
Im Best-Case-Szenario von BMW sind bei den Rennen in Misano Mitte Juni beide Stammfahrer wieder dabei. «Wir haben aber auch Mickey und Hannes», betonte Blusch. «Danilo arbeitet mit den Leuten von Formula Medicine, mit denen wir in engem Kontakt stehen. Sie haben viel Erfahrung, was möglich ist und was nicht. Miguel und sein Arzt verfügen – unglücklicherweise – auch bereits über viel Erfahrung mit so einer Verletzung. Wenn wir das Gefühl haben, dass die Rückkehr zu früh kommt, dann können wir auch entscheiden, dass wir noch ein Rennen warten. Einerseits musst du den Fahrern vertrauen, in dem was sie sagen, andererseits musst du einschreiten, falls es zu früh käme.»
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