Cremona, FP1: Bulega crasht, Lecuona 1. – BMW-Pilot Petrucci Letzter!
Iker Lecuona startete mit der FP1-Bestzeit ins Cremona-Wochenende. Bei BMW gab es am Motorrad von Danilo Petrucci ein Problem. WM-Leader Nicolo Bulega stürzte in der Schlussphase.
Spätsommerliche Bedingungen empfingen die 22 Piloten der Superbike-WM in Cremona: Die Lufttemperatur lag bei etwa 20 Grad, die Asphalttemperatur bei 21 Grad. Nach dem unfreiwilligen Aussetzen in Magny-Cours ist auch das MGM-Ducati-Team wieder dabei. Dort war Tarran Mackenzie für nicht fit erklärt worden, in Cremona übernimmt Loris Baz die Ducati. Bei Motoxracing-Yamaha ersetzt ab diesem Wochenende der 22-jährige Niederländer Twan Smits Bahattin Sofuoglu.
Bereits zu Beginn des FP1 wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Iker Lecuona führte nach dem ersten Stint mit einer 1:28,331er-Zeit. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag die FP1-Bestzeit von Nicolo Bulega bei 1:29,158 min.
Fehlstart für Montella und Petrucci
Für Barni-Pilot Yari Montella begann das Cremona-Wochenende holprig: Der Italiener steuerte nach nur einer Runde die Box an. Er kehrte auf die Strecke zurück und stürzte in der Zielkurve bei niedrigem Tempo. Für Montella geht es bei den ausstehenden Rennen um Platz 3 in der Fahrerwertung. Aktuell hat der Italiener 46 Punkte vor Alex Lowes (Bimota) und 49 Punkte vor Sam Lowes (Marc VDS Ducati).
Ebenfalls nicht nach Plan verlief der Start ins Wochenende für BMW-Werkspilot Danilo Petrucci. Der Italiener, der beim Cremona-Debüt vor zwei Jahren alle drei Rennen gewann, musste zeitig an die Box zurückkehren. An der M1000RR gab es ein technisches Problem, durch das Petrucci viel Trainingszeit verlor. Der ehemalige MotoGP-Pilot wurde in der ersten halben Stunde der Session auf der letzten Position geführt.
Stürze von Bulega und Baz
Neun Minuten vor Schluss sorgte MGM-Ersatzpilot Loris Baz in Kurve 2 für gelbe Flaggen. Und auch Twan Smits musste die Session vorzeitig beenden und beobachtete das Geschehen vom Streckenrand.
In der letzten Minute erwischte es WM-Leader Nicolo Bulega in Kurve 10. Beim finalen Versuch rutschte die Ducati mit der Nummer 11 ins Kiesbett.
Die Bestzeit von Lecuona blieb ungefährdet. Der Spanier verbesserte sich im Laufe des FP1 noch einmal und behauptete sich mit einer 1:28,278er-Runde an der Spitze. Teamkollege Bulega war mit 0,119 sec Rückstand erster Verfolger. Auf den folgenden vier Positionen folgten vier weitere Ducatis: Lorenzo Baldassarri wurde Dritter vor Sam Lowes, Yari Montella und Alberto Surra.
Yamaha und Honda vor BMW
Bester Nicht-Ducati-Pilot war Alex Lowes, der mit seiner Bimota 0,672 sec auf die Bestzeit verlor. Garrett Gerloff (Kawasaki), Alvaro Bautista (Barni-Ducati) und Axel Bassani (Bimota) komplettierten die Top-10.
Xavi Vierge war als Elfter bester Yamaha-Pilot. Jake Dixon reihte sich mit seiner Werks-Honda auf der zwölften Position ein. Für BMW begann das Cremona-Wochenende durchwachsen: Miguel Oliveira beendete das FP1 auf der 13. Position, Teamkollege Danilo Petrucci blieb Letzter.
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