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BMW will Magny-Cours-Debakel abhaken: «Unser Ziel ist das Podium!»

Nach dem enttäuschenden Wochenende in Magny-Cours will BMW bei der Superbike-WM in Cremona zurückschlagen. Technikdirektor Chris Gonschor erklärt die Probleme und formuliert ein klares Ziel.

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Nach dem schwierigen Rennwochenende in Magny-Cours hofft BMW in Cremona auf die Rückkehr zu alter Stärke. Die Erwartungen in Frankreich waren hoch, schließlich hatte das Team zuvor auf der Strecke getestet. Doch die Ergebnisse blieben deutlich hinter dem eigenen Anspruch zurück.

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Miguel Oliveira sammelte in den drei Rennen lediglich einen WM-Punkt. Auch Teamkollege Danilo Petrucci kam nicht auf Touren. Selbst im zweiten Hauptrennen, das von zahlreichen Stürzen geprägt war, reichte es für den Italiener lediglich zu Platz 12.

BMW-Technikdirektor Chris Gonschor macht vor allem die deutlich veränderten Bedingungen zwischen Test und Rennwochenende dafür verantwortlich, dass die zuvor gesammelten Daten nicht den erhofften Vorteil brachten.

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«Natürlich waren die Ergebnisse in Magny-Cours nicht das, was wir uns vorgestellt hatten, vor allem wenn man zuvor die Möglichkeit hatte, dort zu testen», räumte Gonschor auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com ein.

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Allerdings relativiert er den Umfang der Vorbereitung: «Wir dürfen nicht vergessen, dass wir zuvor lediglich einen Testtag in Magny-Cours hatten. Miguel war dort noch nie ein Rennen gefahren. Es war also trotzdem nicht besonders viel Testzeit.»

20 Grad Unterschied bereiteten BMW Probleme

Entscheidender war aus Sicht des Technikdirektors jedoch das Wetter. Beim Test herrschten völlig andere Streckentemperaturen als am Rennwochenende. «Während des Tests lagen die Streckentemperaturen bei ungefähr 60 Grad. Am Rennwochenende waren es dann nur noch 35 bis 40 Grad. Wir sprechen also über einen relevanten Unterschied von rund 20 Grad», erklärte Gonschor.

Die Auswirkungen auf die BMW M1000RR waren größer als erwartet. «Das hat das Fahrverhalten des Motorrads stärker verändert, als wir es erwartet hatten und als es normalerweise der Fall ist.»

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Dadurch geriet BMW bei der Abstimmungsarbeit früh ins Hintertreffen. «Wir hatten etwas Mühe, die Fahrer mit dem bestmöglichen Setup zu unterstützen. Manchmal entsteht auch eine Kettenreaktion: Man macht einen Schritt in die falsche Richtung und darauf folgt der nächste.»

Den Umschwung schaffte die Mannschaft während des gesamten Wochenendes nicht mehr. «Wir konnten das Momentum nicht drehen», stellte Gonschor fest. «Aber wir haben starke Fahrer und sie haben bis zum Ende weitergekämpft. Jetzt wollen wir Magny-Cours vergessen und uns auf das Rennen hier in Cremona freuen.»

Gonschor: Das Podium muss das Ziel sein

Die Zielsetzung für das drittletzte Rennwochenende der Saison ist entsprechend ambitioniert. Auf die Frage nach seinen Erwartungen für Cremona hatte Gonschor zunächst eine denkbar kurze Antwort: «Volle Attacke!»

Was das konkret bedeutet, machte der Technikdirektor anschließend deutlich: «Wir kämpfen weiterhin um das Podium. Das ist ganz klar unser Ziel. Es gibt keine andere Option. Wir sind hier, um Rennen zu fahren. Wir haben konkurrenzfähige Fahrer und ein gutes Motorrad.»

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Entscheidend wird sein, Oliveira und Petrucci von Beginn an eine konkurrenzfähige Basis zur Verfügung zu stellen. «Wir werden versuchen, das Motorrad so abzustimmen, dass unsere Fahrer davon profitieren und um gute Positionen kämpfen können.»

Gonschor weiß jedoch, wie eng es in der Superbike-WM zugeht. «Es ist eine sehr umkämpfte Saison. Deshalb ist es nicht so einfach, große Sprünge nach vorne zu machen. Aber unser Ziel ist klar. Wir hoffen auf konstante Bedingungen und wollen das Beste daraus machen.»

Petrucci gewann bei der Cremona-Premiere alle Rennen

Auch Teamchef Shaun Muir hofft, dass BMW in Cremona wieder in die richtige Richtung findet. Er sieht Parallelen zwischen Magny-Cours und dem zuvor ebenfalls schwierigen Wochenende in Donington.

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«Auch dort war es schwierig, das nötige Momentum zu finden, um voranzukommen», erklärte Muir und erinnert an das Triple von Petrucci bei der Cremona-Premiere vor zwei Jahren: «Jetzt kommen wir auf eine Strecke, auf der Danilo in der Vergangenheit ausgezeichnete Leistungen gezeigt hat. Es war eine gute Strecke für ihn.»

Für Oliveira beginnt das Wochenende dagegen mit einem zusätzlichen Handicap: Der Portugiese bestreitet erstmals ein Rennen in Cremona. Muir richtet den Blick dennoch nach vorne. «Wir müssen jetzt Fortschritte machen, auf die letzten drei Rennwochenenden schauen und versuchen, wieder Momentum aufzubauen.»

Für BMW ist die Ausgangslage damit klar: Magny-Cours soll ein Ausrutscher bleiben. In Cremona will die Mannschaft zeigen, dass die M1000RR wieder um die Positionen kämpfen kann, die Gonschor als einzig akzeptables Ziel ausgegeben hat – das Podium.

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