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Ducati-CEO Claudio Domenicali feiert Nicolo Bulegas WM-Titel und den Erfolg der neuen Panigale V4R. Zugleich sieht er den Triumph als Etappe einer Karriere, die noch lange nicht zu Ende ist.
Nicolo Bulega ist Superbike-Weltmeister 2026.
Für Domenicali ist der Titel auch eine Bestätigung der neuen Panigale V4R. «Natürlich ist das sehr bedeutsam und sehr wichtig für uns. Zu gewinnen ist immer etwas Schönes», sagte er. Der Erfolg in der Superbike-WM habe für Ducati eine besondere Bedeutung: «In den 1990er-Jahren haben wir begonnen, hier zu gewinnen. Wir haben mehr Meisterschaften geholt als alle anderen Hersteller zusammen. Die Superbike-WM ist Teil unserer DNA.»
Entscheidend sei für ihn jedoch, dass Ducati mit dem neuen Serienmotorrad siegfähig ist. «Wir sollten nicht nur über die Vergangenheit sprechen. Wenn man heute gewinnt, bedeutet das, dass wir weiterhin Straßenmotorräder entwickeln können, die eine fantastische Ausgangsbasis sind», erklärte Domenicali.
Aus dieser Grundlage mache die Rennabteilung ein siegfähiges Superbike. «Und das Sahnehäubchen ist ein Fahrer wie Nicolo, der all das nutzt und daraus eine Saison macht, die kaum zu glauben ist. Ich habe so etwas noch nie gesehen.»
Nach den Titeln 2022 und 2023 mit Alvaro Bautista hatte Ducati die Fahrer-WM zuletzt zweimal nicht gewonnen. Mit der neuen Panigale V4R gelang nun unmittelbar im ersten Jahr der nächste Erfolg.
«Wir hatten 2022 und 2023 sehr gute Jahre. 2024 war komplizierter, und 2025 haben wir bis zum Schluss gekämpft», blickte Domenicali zurück. «Dieses Jahr war auch deshalb wichtig, weil wir ein völlig neues Motorrad haben. Zu beweisen, dass unsere Entwicklung an der Panigale wirklich funktioniert hat, bedeutet uns sehr viel.»
Bulegas Titel hat für den Ducati-CEO noch eine persönliche Seite. Der Italiener kam in einer schwierigen Phase seiner Karriere zu Ducati, fand in der Supersport-WM zu alter Stärke zurück und gewann dort den Titel, bevor er in die Superbike-WM aufstieg. Domenicali möchte den Triumph von Cremona aber nicht als Abschluss dieser Geschichte verstanden wissen, denn 2027 geht es in der MotoGP weiter.
«Nicolo ist noch sehr jung, und er wird auch in der MotoGP wieder mit uns zusammenarbeiten», sagte er. Für Bulega sei die damalige Chance ein Neuanfang gewesen: «Er konnte wieder an sich glauben, seine Leistung finden und erst den Supersport-, dann den Superbike-Titel gewinnen. Das ist eine fantastische Geschichte – und ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu noch mehr.»
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