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So etwas gab es für Ducati noch nie – Nicolo Bulega wie einst Max Biaggi
Einer der auffälligsten Fahrer am Superbike-Wochenende auf dem Cremona Circuit war Jake Dixon. Der Engländer rückte Honda mit Platz 6 im zweiten Lauf wieder in ein positives Licht.
Obwohl nur 14. am Freitag war Jake Dixon äußerst zuversichtlich für den Superbike-Event in Cremona, denn ein Sturz im zweiten Training verhinderte eine bessere Rundenzeit. Als der Engländer am Samstag dann aber gleich zu Beginn der Superpole erneut stürzte und von Startplatz 18 in den ersten Lauf und das Sprintrennen starten musste, schien das Wochenende gelaufen.
Aber weit gefehlt: Der Honda-Pilot wuchs in den Rennen förmlich über sich hinaus und kitzelte aus der CBR1000RR-R eine Performance heraus, die man nicht für möglich gehalten hätte. Zwei neunte Plätze waren der Lohn seines Einsatzes. Und weil er sich damit in der Startaufstellung für den zweiten Lauf um neun Plätze verbesserte, sprang mit Platz 6 das mit Abstand beste Finish in diesem Jahr heraus.
Kein Wunder, dass der 31-Jährige von seinem Team mit viel Applaus in Empfang genommen wurde. «Super, ein wirklich hervorragendes Ergebnis», sagte Dixon erleichtert. «Am Samstag sagte ich, dass wir es in der Startaufstellung irgendwie weiter nach vorn schaffen müssen, und zu seinem Glück gab es im Superpole-Race ein paar Stürze und ich wurde Neunter. Für das zweite Hauptrennen war das eine viel bessere Ausgangsposition und ich bin absolut zufrieden mit allem. Nach dem Sturz am Freitag und dem Sturz im Qualifying die Plätze 9, 9 und 6 in den Rennen zu belegen – mehr hätte ich mir nicht wünschen können.»
Die Bewertung einzelner Highlights ist nie ganz einfach, vor allem wenn es – wie in Cremona – zahlreiche Stürze gab. Dass er in 23 Runden aber nur drei Sekunden auf Bimota-Aushängeschild Alex Lowes einbüßte, ist auch nicht von der Hand zu weisen. «Etwas Glück war dabei und realistischer für uns wäre wahrscheinlich ein siebter oder achter Platz gewesen», meinte der Honda-Pilot. «Andererseits passiert in jedem Rennen irgendetwas. Wahrscheinlich haben wir aber etwas besser abgeschnitten, als wir es verdient hätten. Ich sage zum Team immer, dass wir uns auf unsere Schwachpunkte konzentrieren. Bimota hat uns zum Beispiel noch etwas voraus, also müssen wir weiter daran arbeiten. Honda schuftet im Hintergrund unermüdlich, um herauszufinden, wie wir weiter nach vorn kommen können. Der Erfolg hier in Cremona ist auf ihren Einsatz zurückzuführen.»
Der Cremona Circuit kommt der Fireblade tatsächlich mehr entgegen als andere Rennstrecken im Superbike-Kalender – vor einem Jahr sorgte Xavi Vierge hier mit fünften Plätzen ebenfalls für die besten Saisonergebnisse. «Das mag zwar eine gute Strecke für das Motorrad sein, aber wir müssen die positiven Aspekte nutzen, wenn wir sie haben. In jedem Fall können wir nun mit etwas mehr Selbstvertrauen nach Estoril fahren», betonte Dixon. «Hoffentlich können wir zwischen den Rennen noch etwas erreichen, damit wir weiter Druck machen, diese Position halten und vielleicht noch etwas mehr mit Fahrern wie Alex kämpfen können. Heute haben wir alles aus dem Motorrad herausgeholt, was möglich war, daher bin ich sehr, sehr glücklich.»
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