Superbike WM • Neu
16 Jahre nach Biaggi: Gigi Dall’Igna schreibt mit Bulega Geschichte
Erst ein Italiener hat vor Nicolo Bulega in der Superbike-WM den Titel gewonnen, Max Biaggi 2010 und 2012. Was damals Aprilia mit einem Landsmann gelang, hat nun auch endlich Ducati geschafft.
An seinem schlechtesten Wochenende in dieser Saison gewann Nicolo Bulega in Cremona die Weltmeisterschaft – wir reden von drei zweiten Plätzen! Was der Italiener dieses Jahr gezeigt hat, sucht seinesgleichen: Er gewann die ersten 21 Rennen, saisonübergreifend sogar 25. Achtmal gelang ihm das Triple, nur viermal unterlag er einem Gegner,
Beim Heimrennen in Norditalien waren sämtliche Ducati-Oberen vor Ort, neben Geschäftsführer Claudio Domenicali und Technikguru Gigi Dall’Igna auch Sportdirektor Mauro Grassilli. Sie alle wollten dabei sein beim
Die 23 Runden zu seinem zweiten WM-Titel nach dem in der Supersport-Klasse 2023 kamen ihm ewig vor. «Als mir noch 16 Runden angezeigt wurden, fragte ich mich, wie ich die hinter mich bringen soll», schilderte Bulega. «Ich machte viele Fehler, das war ein schlechtes Rennen, Iker war unglaublich schnell. Zu Beginn nutze ich ihn, um den Verfolgern davonzufahren, aber ich kam ihm nicht hinterher. Mein Ziel war die Meisterschaft – ich war so emotional beim Fahren, dass ich immer wieder Fehler machte. Außerdem ist diese Strecke das Gegenteil von dem, was für meinen Fahrstil passt. Für Iker hingegen ist diese Strecke gut. Und ganz ehrlich: Wenn du in Italien den Titel gewinnen kannst, als erster Italiener mit Ducati, und die vielen Menschen siehst, die nur wegen dir hier sind, dann kannst du nicht mit 100 Prozent fahren. Ich ermahnte mich, nur mit 90 Prozent zu fahren. Aber wir reden nicht von Platz 15, sondern von einem zweiten Platz.»
Erstaunlich: Erst ein Italiener vor Bulega hat in der 1988 gegründeten Superbike-WM den Titel gewonnen – 2010 und 2012 der großartige Max Biaggi auf Aprilia. «Da gehen einem viele Dinge durch den Kopf», hielt Nico fest. «Nach der karierten Flagge begann ich zu weinen, anschließend war es sehr schön, dass mir so viele Fahrer gratuliert haben. Dann standen in Kurve 5 alle meine Freunde, um den Titel zu feiern, das war fantastisch. Ich habe noch nicht ganz realisiert, was ich erreicht habe. Als ich jung war, hatte mein Vater ein Team in der Supersport-WM, ich bin in diesem Fahrerlager geboren. Ich habe mir als Kind Bayliss, Haga, diese ganzen unglaublichen Fahrer, angeschaut. Und jetzt, ein paar Jahre später, bin ich der Weltmeister, das ist eine unfassbare Geschichte.»
Bulega widmete den Titel allen Menschen, die auch «in schlechten Momenten» an ihn geglaubt haben. Er will das Erreichte auch nicht nur an dem einen großen Ziel festmachen, sondern ist dankbar für alle fünf Jahre mit dem Aruba-Team. «Und jetzt
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