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So etwas gab es für Ducati noch nie – Nicolo Bulega wie einst Max Biaggi

Erst ein Italiener hat vor Nicolo Bulega in der Superbike-WM den Titel gewonnen, Max Biaggi 2010 und 2012. Was damals Aprilia mit einem Landsmann gelang, hat nun auch endlich Ducati geschafft.

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An seinem schlechtesten Wochenende in dieser Saison gewann Nicolo Bulega in Cremona die Weltmeisterschaft – wir reden von drei zweiten Plätzen! Was der Italiener dieses Jahr gezeigt hat, sucht seinesgleichen: Er gewann die ersten 21 Rennen, saisonübergreifend sogar 25. Achtmal gelang ihm das Triple, nur viermal unterlag er einem Gegner, jeweils Aruba-Teamkollege Iker Lecuona. Neun Poles in zehn Events und 25 schnellste Rennrunden in 30 Läufen unterstreichen die Dominanz des 26-Jährigen zusätzlich.

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Beim Heimrennen in Norditalien waren sämtliche Ducati-Oberen vor Ort, neben Geschäftsführer Claudio Domenicali und Technikguru Gigi Dall’Igna auch Sportdirektor Mauro Grassilli. Sie alle wollten dabei sein beim größten Triumph von Nicolo Bulega in seiner Karriere, ihrem nächstjährigen MotoGP-Fahrer im VR46-Team von Valentino Rossi.

Das Rennen kam Bulega ewig vor

Die 23 Runden zu seinem zweiten WM-Titel nach dem in der Supersport-Klasse 2023 kamen ihm ewig vor. «Als mir noch 16 Runden angezeigt wurden, fragte ich mich, wie ich die hinter mich bringen soll», schilderte Bulega. «Ich machte viele Fehler, das war ein schlechtes Rennen, Iker war unglaublich schnell. Zu Beginn nutze ich ihn, um den Verfolgern davonzufahren, aber ich kam ihm nicht hinterher. Mein Ziel war die Meisterschaft – ich war so emotional beim Fahren, dass ich immer wieder Fehler machte. Außerdem ist diese Strecke das Gegenteil von dem, was für meinen Fahrstil passt. Für Iker hingegen ist diese Strecke gut. Und ganz ehrlich: Wenn du in Italien den Titel gewinnen kannst, als erster Italiener mit Ducati, und die vielen Menschen siehst, die nur wegen dir hier sind, dann kannst du nicht mit 100 Prozent fahren. Ich ermahnte mich, nur mit 90 Prozent zu fahren. Aber wir reden nicht von Platz 15, sondern von einem zweiten Platz.»

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Bulega über seine «unfassbare Geschichte»

Erstaunlich: Erst ein Italiener vor Bulega hat in der 1988 gegründeten Superbike-WM den Titel gewonnen – 2010 und 2012 der großartige Max Biaggi auf Aprilia. «Da gehen einem viele Dinge durch den Kopf», hielt Nico fest. «Nach der karierten Flagge begann ich zu weinen, anschließend war es sehr schön, dass mir so viele Fahrer gratuliert haben. Dann standen in Kurve 5 alle meine Freunde, um den Titel zu feiern, das war fantastisch. Ich habe noch nicht ganz realisiert, was ich erreicht habe. Als ich jung war, hatte mein Vater ein Team in der Supersport-WM, ich bin in diesem Fahrerlager geboren. Ich habe mir als Kind Bayliss, Haga, diese ganzen unglaublichen Fahrer, angeschaut. Und jetzt, ein paar Jahre später, bin ich der Weltmeister, das ist eine unfassbare Geschichte.»

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Bulega widmete den Titel allen Menschen, die auch «in schlechten Momenten» an ihn geglaubt haben. Er will das Erreichte auch nicht nur an dem einen großen Ziel festmachen, sondern ist dankbar für alle fünf Jahre mit dem Aruba-Team. «Und jetzt geht es in die MotoGP», grinste der 46-fache Superbike-Sieger. «Alles läuft bestmöglich für mich, ich befinde mich in einem sehr guten Moment und will das genießen. Normalerweise habe ich meine Gefühle gut unter Kontrolle. Aber ich denke, wenn der ganze Stress von mir am Montag abfällt, dann werde ich wohl etwas Ruhe brauchen.»

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  11. 1. Freies Training

Pos
Fahrer
Fahrer
Team
Start Nr
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte

01

Iker Lecuona

Iker Lecuona

Aruba.it Racing - Ducati

7

23

34:02,443

1:28,122

25

02

Nicolò Bulega

Nicolò Bulega

Aruba.it Racing - Ducati

11

23

+8,590

1:28,166

20

03

Yari Montella

Yari Montella

BARNI Spark Racing Team

5

23

+12,724

1:28,686

16

04

Alberto Surra

Alberto Surra

Motocorsa Racing

67

23

+13,914

1:28,920

13

05

Alex Lowes

Alex Lowes

Bimota by Kawasaki Racing Team

22

23

+17,159

1:28,727

11

06

Jake Dixon

Jake Dixon

Honda HRC

96

23

+20,917

1:29,111

10

07

Lorenzo Baldassarri

Lorenzo Baldassarri

Team GO Eleven

34

23

+21,405

1:28,945

9

08

Garrett Gerloff

Garrett Gerloff

Kawasaki WorldSBK Team

31

23

+24,398

1:29,452

8

09

Axel Bassani

Axel Bassani

Bimota by Kawasaki Racing Team

47

23

+27,293

1:29,300

7

10

Andrea Locatelli

Andrea Locatelli

Pata Maxus Yamaha

55

23

+31,636

1:29,513

6

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