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Cremona, Lauf 2: Spektakulärer Alcoba mit zweitem Kawasaki-Sieg – Öttl 7.
Während Iker Lecuona im zweiten Lauf der Superbike-WM 2026 in Cremona das Triple perfekt machte, krönte sich sein Aruba.it Ducati-Teamkollege Nicolò Bulega mit Platz 2 zum Weltmeister.
Als der zweite Lauf um 15:30 Uhr gestartet wurde, strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und das Thermometer zeigte 26 Grad Celsius – ein traumhafter Rahmen für eines der entscheidenden Rennen der Superbike-WM 2026! 23 Runden standen den Piloten bevor. 45.977 Zuschauer verfolgten das zehnte Saisonmeeting vor Ort – eine Steigerung zum Vorjahr von über 6 Prozent.
Die Ausgangssituation für den zweiten Lauf: Bulega ging mit 138 Punkten Vorsprung auf seinen Aruba.it-Teamkollegen in das Rennen und konnte es sich leisten, bis zu 14 Punkte auf Lecuona zu verlieren und dennoch als Superbike-Weltmeister 2026 festzustehen. Nachdem der Spanier den ersten Lauf und das Sprintrennen gewonnen hatte, galt es abzuwarten, wie viel Risiko Bulega eingehen würde, um seinen Titel mit einem Sieg zu krönen.
Das Grid hatte sich durch das Superpole-Race nicht entscheidend geändert. Die erste Startreihe bestand zum dritten Mal an diesem Wochenende aus den Ducati-Piloten Iker Lecuona, Nicolò Bulega und Alberto Surra. Weil Lorenzo Baldassarri (Ducati) im Sprint Garrett Gerloff (Kawasaki) abräumte, fielen die beiden auf die Startplätze 10 und 11 zurück. Reihe 2 bestand somit aus Yari Montella (Ducati), Sam Lowes (Ducati) und Alex Lowes (Bimota). Miguel Oliveira (BMW) und Jake Dixon (Honda) verbesserten sich in der Startaufstellung auf 8 und 9.
Lecuona gewann den Start und bog als Führender in die erste Kurve ein. Hinter dem Spanier fädelten sich Bulega, Surra und Montella ein. Alex Lowes (Bimota) und Miguel Oliveira (BMW) drängelten sich an Sam Lowes (Ducati) vorbei und waren Fünfter und Sechster.
Nach Runde 1 führte Lecuona um 0,4 sec vor Bulega. Oliveira hatte sich auf Platz 5 verbessert – aber in Kurve 10 lag die BMW des Portugiesen im Kies. Auch für Álvaro Bautista war das Rennen wegen eines technischen Problems bereits vorbei. Jake Dixon belegte Platz 9.
Mit den ähnlichen Zeiten machten sich die Ducati-Werkspiloten an der Spitze auf und davon und führten nach fünf Runden bereits um 4 sec vor Montella, Surra und Alex Lowes. Wie Oliveira stürzte auch Bridewell in Kurve 10. Davon profitierte Dixon, der sich Garrett Gerloff mit der einzigen Kawasaki geschnappt hatte und nun Siebter war. Bester Yamaha-Pilot war zu diesem Zeitpunkt Xavi Vierge auf der zehnten Position. BMW-Pilot Danilo Petrucci fuhr als 14. in den Punkten und hatte nur eine Sekunde Rückstand zum Spanier.
Der Abstand zwischen Lecuona (1.) und Bulega (2.) vergrößerte sich bis zur Rennhalbzeit in kleinen Schritten auf 2,4 sec. Um Platz 3 kämpften weiterhin Montella und Surra, während Alex Lowes den fünften Platz so gut wie sicher hatte – sein Zwillingsbruder Sam war in Kurve 13 gestürzt. Dixon (6.) setzt sich zwar von Gerloff (7.) ab, kam dem Bimota-Piloten jedoch nicht entscheidend näher.
In der zweiten Rennhälfte bestätigte Lecuona seine Überlegenheit auf dem Cremona Circuit. Der 26-Jährige holte mit 6 sec Vorsprung seinen dritten Sieg an diesem Wochenende – sein erster Hattrick – und hat sich damit aus dem Schatten seines Teamkollegen gefahren.
Im Mittelpunkt bei der Siegerehrung stand dennoch Bulega, der sich mit dem zweiten Platz zum Weltmeister und Nachfolger von Toprak Razgatlioglu krönte. Damit ging der Wunsch des 26‑fachen Saisonsiegers, seinen Titel vor heimischer Kulisse zu gewinnen, auch ohne Sieg in Erfüllung. Auf der Auslaufrunde rollten Fans und Freunde dem 26-Jährigen einen roten Teppich aus und verpassten ihm einen speziellen Helm.
Als Dritter stieg Ducati-Kundenpilot Yari Montella auf das Podest. Weil Sam Lowes stürzte, festigte der Italiener den dritten WM-Rang.
Hinter Bimota-Ass Alex Lowes auf Platz 5 sorgte Jake Dixon als verdienter Sechster für das beste Honda-Ergebnis in der Superbike-WM 2026. Der Engländer fuhr solide und konstante Rundenzeiten und profitierte nur von wenigen Stürzen.
Garrett Gerloff kreuzte mit der Kawasaki ZX-10RR etwas enttäuscht auf Platz 8 die Ziellinie. Die beste Yamaha brachte Andrea Locatelli auf der zehnten Position – der Italiener erbte die Position von seinem gestürzten Teamkollegen Vierge.
Mit 35 sec Rückstand sah BMW-Pilot Danilo Petrucci als 12. das karierte Tuch.
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