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ZX Moto in Cremona: Fans ausgeraubt, kein Podium als Entschädigung
Um Ducati zu ärgern, reichte es für Garrett Gerloff in Cremona zwar nicht, dennoch zeigte der Kawasaki-Pilot eine seiner besten Leistungen in der Superbike-WM 2026 – trotz eines Crashs im Sprint.
Erstaunlich zuversichtlich zeigte sich Garrett Gerloff für das Meeting in Cremona, als er im Vorfeld ankündigte, ‹ganz vorn› mitkämpfen zu wollen. Sein Kawasaki-Team hatte im Juni und August jeweils für zwei Tage auf der italienischen Piste getestet, um optimal vorbereitet für das Heimrennen zu sein.
Als Achter (!) war der Texaner am Freitag bester Nicht-Ducati-Pilot. In der Superpole ebenfalls auf Platz brauste Gerloff im ersten Lauf erneut als bester Fahrer eines anderen Fabrikats auf Platz 5 ins Ziel. Stark.
Ein Sturz im Superpole-Race machte seine Aufgabe für das zweite Rennen jedoch schwieriger und von Startplatz 11 sprang ein achter Platz heraus.
«Es war nicht gerade der einfachste Sonntagtag», stöhnte der Kawasaki-Pilot. «Im Sprintrennen hatte ich einen guten Start und konnte mich, glaube ich, bis auf den siebten Platz vorarbeiten. Dann kam es in Kurve 7 zu einer Kollision zwischen Baldassarri und mir, und wir sind beide gestürzt. Ich wurde ziemlich heftig durchgeschleudert, daher bin ich einfach nur froh, heil davongekommen zu sein.»
Der Zwischenfall wurde von der Rennleitung untersucht, denn der Italiener schien den Sturz übermotiviert verursacht zu haben. Später wurde der Zwischenfall jedoch als normaler Rennunfall eingestuft. Für Gerloff hatte es jedoch mehr Konsequenzen als nur einen schlechteren Startplatz.
«Im zweiten Rennen habe ich mein Bestes gegeben. Ich hatte wieder einen guten Start, hatte aber ein wenig zu kämpfen. Ich hatte das Gefühl, etwas steif zu sein, und fuhr etwas verkrampft», erklärte der 31‑Jährige. «Vielleicht war mein Körper nur verspannt. Ich habe versucht, mich zu lockern und im Fluss zu bleiben, aber letztendlich hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, auch mit den Reifen. Ein Platz unter den ersten Acht ist für das Team ein ordentliches Ergebnis. Ich freue mich, dass dieses Wochenende für sie bei ihrem Heimrennen gut gelaufen ist. Vor allem bin ich aber froh, dass ich hier gesund abreisen und zum nächsten Rennen weiterfahren kann.»
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