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«Hobbyschrauber» Gardner hat im Winter viel zu tun

Remy Gardner (Yamaha) hatte eine solide zweite Saison in der Superbike-WM. Im Winter ist der begeisterte Schrauber mit seinen Projekten, die sich in seiner Garage in Australien angehäuft haben, gut beschäftigt.

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Seine zweite Saison in der Superbike-WM beendete Remy Gardner (Yamaha) auf Rang 10 in der Gesamtwertung. In Assen konnte der Moto2-Weltmeister von 2021 seinen ersten Podestplatz in der Superbike-WM erzielen. Wie beurteilt er seine Saison? "Ich denke, es war eine positive Saison, wir verbesserten uns definitiv im Vergleich zum letzten Jahr. Das Problem war, dass sich alle anderen auch verbessert haben. Wir konnten aber unseren ersten Podestplatz erzielen", ging Gardner auf seinen dritten Platz im zweiten Hauptrennen in Assen ein, wo er mit zwei vierten Plätzen in den anderen beiden Rennen sein stärkstes Wochenende 2024 hatte. "Ich bin sehr zufrieden damit, wie ich fahre. Hoffentlich können wir so weiterarbeiten und für nächstes Jahr weitere Verbesserungen erzielen."

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Gardner absolvierte 2024 auch einige MotoGP-Einsätze im Yamaha-Werksteam, um den verletzten Alex Rins zu ersetzen und Testfahrer Cal Crutchlow bei Wildcard-Einsätzen zu vertreten. Bei seinen Ausflügen in die Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft konnte er zwar keine Glanzpunkte setzen, dennoch war es für den 26-Jährigen eine wertvolle Erfahrung. "Es war schön, wieder mit dem GP-Bike zu fahren, ich habe es genossen. Und ich freute mich darüber, dass mich Yamaha gefragt hat – ich muss also irgendetwas richtig gemacht haben", sagte Gardner.

Ist die Atmosphäre in der MotoGP oder in der Superbike-WM besser? "Es ist entspannter im Superbike-Paddock und du hast mehr Kontakt mit den Fans. Manchmal ist das aber auch stressig, wenn du wenig Zeit hast. Aber das ist verständlich, denn jeder mag die Rennen und die Fahrer", betonte er. "Das MotoGP-Paddock ist sicher intensiver in politischer Hinsicht. Aber ich habe viele Freunde dort, auch unter den Mechanikern."

Apropos: Gardner ist bekannt dafür, selbst ein guter Mechaniker zu sein. Er ist begeisterter Hobbyschrauber und hat zu Hause viele Projekte herumstehen – Autos und Motorräder. Hat er in der Winterpause zu Hause viel zu tun? "Ja, es sind sehr viele. Ich muss ein Bike für ein Rennen im Winter fertig machen, eine CRF 100 – ich habe sie auf Einspritzer umgebaut, sie ist damit einzigartig in der Welt denke ich", schmunzelte er. "Zudem habe ich ein Drift-Auto, einen Volvo 740 – bei diesem muss ich den Motor überholen. Ich habe auch einen Volvo Amazon mit einem Mitsubishi Evo-Motor und einen Alfa Romeo GTV von 1971, den ich zu einem Rallye-Auto umgebaut habe und bei Trackdays einsetze. Für den Alltag habe ich einen Mitsubishi Pajero. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit für meine Projekte." Sind diese für den Australier eine gute Gelegenheit, abzuschalten? "Ja, sehr. Es ist mein Hobby."

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Gardner machte sich vor kurzem selbst ein Weihnachtsgeschenk, als er sich im Dezember einen brandneuen Dodge Challenger kaufte. "Nächstes Jahr werde ich einen alten Dodge Charger, Baujahr 1969 oder 1970 kaufen – einer wie bei Fast & Furious. Ich habe einen Motor, der da reinpasst – einen V8 Twin-Turbo 427 mit 500 PS. Das ist mein nächstes Projekt. Es benötigt aber Zeit und ich muss dafür zuerst etwas Platz frei machen in der Garage", erklärte Gardner.

Kommen ihm seine technischen Fähigkeiten auch in der Box in der Superbike-WM zugute? "Ja, sicherlich. Aber in der Vergangenheit wurde mir das zum Verhängnis, denn ich habe mehr darüber nachgedacht, das Bike schneller zu machen. Aber es hilft sicher dabei, um Dinge in der Box besser zu verstehen und bei der Zusammenarbeit mit den Ingenieuren. Ich versuche das aber auszublenden, wenn ich fahre", lachte der Yamaha-Pilot.

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