Iker Lecuona (Ducati) und Xavi Vierge (Yamaha): Freunde halten zusammen
Über vier Jahre bildeten Iker Lecuona und Xavi Vierge das Honda-Werksteam. In der Superbike-WM 2026 fahren die beiden Spanier für Ducati und Yamaha. Die Freundschaft blieb.
Über mehrere Jahre fuhren Iker Lecuona und Xavi Vierge für verschiedene Teams in der Moto2, der Wechsel in das Superbike-Paddock zum Werksteam der Honda Racing Corporation führte die beiden Spanier zusammen – und machte sie zu Leidensgenossen! Denn Honda investierte zwar viel in das Projekt, konkurrenzfähig wurde die CBR1000RR-R aber nie.
Nach vier Jahren entschied sich Honda, die Verträge von Lecuona und Vierge nicht zu verlängern, und verpflichtete für 2026 mit Jake Dixon und Somkiat Chantra erneut zwei Piloten aus dem GP-Paddock. Während Lecuona den Jackpot zog und bei Aruba.it Ducati den begehrtesten Platz ergatterte, kam Vierge bei Pata Maxus Yamaha unter.
Fuhren die beiden früheren Teamkollegen bei Honda auf einem ähnlichen Niveau, könnte der Unterschied nun kaum größer sein. Der 26-jährige Ducati-Pilot ist mit 18 Podestplätzen (davon ein Sieg) WM-Zweiter, der 29-jährige Yamaha-Pilot kam nicht über Platz 6 hinaus und ist lediglich WM-14. Auch daran lässt sich erkennen, wie überlegen die V4R in diesem Jahr ist.
«Ich spreche oft mit Xavi – nach vier Jahren bei Honda haben wir ein sehr gutes Verhältnis», erzählte Lecuona. «Wenn er mir in einem Training oder im Qualifying folgt, unterhalten wir uns darüber. Er kann mir jederzeit folgen, denn wir sind Freunde und ich helfe ihm gerne. Bei Honda hatten wir beide Probleme, ich sogar mehr als er. Ich fuhr mehr über dem Limit und stürzte häufiger als Xavi. Aber auch er hatte sich in dieser Zeit mehrmals verletzt.»
Wie schätzt Lecuona die Performance des Katalanen ein? «Ich denke, dass Xavi derzeit vielleicht nicht sein volles Potenzial zeigt und auch Yamaha tut sich schwer», grübelte der Ducati-Pilot. «Meine Situation ist eine ganz andere. Die Ducati ist das beste Motorrad. In vier schwierigen Jahren mit Honda fuhr ich zwei Podestplätze ein und jetzt einen nach dem anderen. Das ist wirklich eine massive Veränderung.»
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