Honda: Geheimniskrämerei beim Superbike-Test in Jerez
Weil die nächstjährigen Stammfahrer noch im GP-Paddock verpflichtet sind, setzte die Honda Racing Corporation beim ersten Wintertest für die Superbike-WM 2026 in Jerez gleich drei Testfahrer ein.
Für die Superbike-WM 2026 nimmt Honda einen Reset vor. Die Verträge von Iker Lecuona und Xavi Vierge wurden nicht verlängert – die beiden Spanier kamen in den Werksteams von Ducati und Yamaha unter – und verpflichtete stattdessen zwei Rookies. Der Thailänder Somkiat Chantra wechselt nach einem Jahr in der MotoGP auf die CBR1000RR-R, der Engländer Jake Dixon kommt aus der Moto2. Da die Prototypen-Serie noch nicht beendet ist, war das nächstjährige Duo für den ersten Wintertest nicht verfügbar.
Aber Honda war nicht untätig und einigte sich mit Ryan Vickers, der von Motocorsa Ducati trotz gültigen Vertrages nach der Saison 2025 vor die Tür gesetzt wurde. Der Engländer wird hauptberuflich die BSB bestreiten, wird aber auch in das Testprogramm eingebunden. Da Vickers die Reifen von Pirelli, alle Rennstrecken und die elektronischen Fahrhilfen kennt, ist er eine ideale Ergänzung. Außerdem beim zweitägigen Test in Jerez dabei die Franzosen Corentin Perolari (SSP-WM und EWC) und Alan Techer (EWC).
Durch diesen Mix an Erfahrung und Kenntnissen der Tester erhoffte sich Honda verwertbare Informationen. Die schnellste Rundenzeit fuhr Perolari in 1:39,659 min, minimal langsamer Vickers. Techer war 0,7 sec langsamer als sein Landsmann.
Doch Honda wollte sich nicht in die Karten schauen lassen, womit man sich beschäftigt hat und verpasste seinen drei Testern einen Maulkorb.
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