Jonas Folger (BMW): Verzicht auf beide Übersee-Events
Bei der Superbike-WM in Portimao am kommenden Wochenende werden wir Jonas Folger zum letzten Mal auf der BMW M1000RR sehen. Für 2022 muss sich der Bayer neu orientieren.
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2021 hatten sich alle anders vorgestellt. Jonas Folger und das MGM-Team von Michael Galinski kamen nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Vorjahr mit großen Ambitionen in die Superbike-WM. Man wollte "regelmäßig in die Top-10 fahren und die Etablierten etwas ärgern", hieß es vor der Saison. Mit Bonovo-Chef Jürgen Röder hat das Team einen Fels von einem Gönner hinter sich, von BMW bekommen sie identisches Material wie das Werksteam.
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Doch inzwischen wissen wir: Das Jahr lief gründlich schief. Nach 29 Rennen hat Folger nur mickrige 19 Punkte und ist Gesamt-20. Richtig schnell war er nur in Assen, wo er sich für Startplatz 6 qualifizierte, aber im ersten Rennen zwei Runden vor Schluss auf Platz 7 liegend mit über 200 km/h einen heftigen Crash hatte und auf den Rest des Wochenendes verzichten musste. Punkte gelangen Jonas lediglich in Aragon, Navarra und Jerez. Teamchef Röder gab Folger die Zusicherung, dass er auch 2022 für sein Team Superbike-WM fahren könne. Doch die BMW M1000RR will sich Jonas kein zweites Jahr antun. Fest steht inzwischen, dass die Rennen in Portimao am kommenden Wochenende die letzten von Folger auf der BMW sein werden. Auf die abschließenden Übersee-Events in Argentinien und Indonesien verzichtet das Bonovo-Team aus finanziellen und sportlichen Gründen.
"Es ist schade, dass wir diese Rennen nicht fahren, das ist für mich als Fahrer nicht schön", hielt Jonas in Spanien im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. "Aber die Rennen kosten viel Geld, ich verstehe Jürgen Röder. Dass wir eine schwere Saison haben, steht auch außer Frage. Deshalb verstehe ich das."
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Über seine sportliche Zukunft hat der 28-Jährige noch nicht entschieden, er würde gerne weiter eine 1000er fahren. In der Superbike-WM sind die meisten reizvollen Plätze inzwischen belegt und das Interesse der Teams an Folger ist nach diesem Jahr überschaubar. In einer nationalen Meisterschaft möchte Jonas nicht mehr fahren – bleibt noch die Endurance-WM.
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"Ich muss schauen, was ich nächstes Jahr machen kann und was mir zuspricht", meinte der fünffache Grand-Prix-Sieger. "In der jetzigen Konstellation wird das mein letztes Rennen in der Superbike-WM sein. In diesem Fahrerlager ist noch nicht alles zu 100 Prozent beschlossen. Aber 600er fahren – ich weiß nicht. Ich mag 1000er fahren. In der 600er-Klasse sind auch alle schnell. Es ist nicht so, dass ich da reinkomme und einfach vorne mitfahre, so geht es nicht. Ich müsste mich umstellen. Und ich muss mir überlegen, ob ich das will. Dann müsste ich mich beim Fahren so umstellen, wie ich eigentlich nicht fahre. Ob mir das Spaß macht… ich sehe mich auf einer 1000er. Wo ich dann letztlich fahre, hat sich leider noch nicht ergeben. Wir reden über alles. Es muss passen für mich. Ich fahre nicht einfach im nächstbesten Team, weil ich da gratis fahren kann oder weil die einen Fahrer brauchen, das mache ich nicht. Wenn dann möchte ich ein gutes Umfeld haben und Material, das ich kenne – wie zum Beispiel die Yamaha."
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