Marquez nach GP-Comeback in Mugello: «Wollte mich nicht billig verkaufen!»
Von Platz 4 in Mugello gestartet, zeigte MotoGP-Champion Marc Marquez auch über die GP-Distanz eine kämpferische Leistung. Das Ducati-Ass stritt lange um Platz 4 – und wurde als Siebter abgewunken.
Der Speed von Marc Marquez reichte bei seiner Rückkehr in den MotoGP-Zirkus aus, um etlichen Piloten das Leben schwer zu machen. Speziell Pedro Acosta – und damit der zukünftige Teamkollege des Champions – dürfte noch eine Weile hohen Blutdruck haben, so entschlossen hielt die Nummer 93 immer wieder dagegen.
Nach langen 23 Runden offenbarte der 99-fache GP-Sieger: «Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt, und bin einfach so lange voll gefahren, wie es eben ging. Rund zehn Runden vor Ende war es soweit. Als ich die Runden auf der Anzeige sah, war ich schon etwas frustriert. Aber ich habe die Herausforderung angenommen und weitergekämpft, bis zum Ende. Auch wenn ich wusste, dass ich diesen Kampf um Positionen verlieren werde.»
Habe mit Pedro gekämpft, weil ich das besser Bike hatteMarc Marquez
Etliche Runden war der Weltmeister in ein Duell mit KTM-Frontmann Pedro Acosta verwickelt. Die Positionen wechselten teilweise mehrfach in einer Runde. Dabei profitierte «MM93» auch von seinem Arbeitsgerät. «Ich habe es mit Pedro aufgenommen, auch weil ich im Vergleich das bessere Bike hatte. Also habe ich meine Erfahrung genutzt und versucht, vorne zu bleiben – auch wenn es Abschnitte gab, in denen ich nicht sehr schnell war. Besonders linksherum kann ich meinen Körper noch nicht wie gewohnt einsetzen Aber ich war nie defensiv und ich wollte mich auch nicht billig verkaufen.»
Am Ende musste sich Marc Marquez nicht nur Acosta, sondern auch dem im Finale stärksten Piloten, Ai Ogura, sowie Markenkollegen Fabio Di Giannantonio geschlagen geben. Bei seiner Rückkehr nach dem Unfall in Le Mans erreichte der Champion Platz 7.
Marquez: «Das große Ziel war es am Wochenende, nicht mit einem schlechten Gefühl im Arm zu fahren. Es ging um nichts anderes – und ich bin nach diesem Rennen sehr zuversichtlich, dass wir so weitermachen können und ich so Schritt für Schritt wieder auf meine 100 Prozent zugehe.»
Das Fazit des Weltmeisters fiel eindeutig aus: «Auch wenn es hart war, ich bin sehr froh, dass wir die Rückkehr auf Mugello gesetzt haben. Mugello zählt zu den körperlich anstrengendsten Strecken überhaupt, ich wollte mich nicht schonen. Jetzt werden wir mit der gleichen Grundeinstellung nach Balaton Park fahren, eine Piste, die langsamer und weniger anstrengend ist.«
Bemerkenswert: Vor der Abreise aus der Toskana sprach der Multi-Champion auch über die Zukunft seiner Karriere. Marquez: «Tatsache ist, ich bin aktuell nicht hier, um auf Punkte oder für den Titel zu fahren. Es geht darum, herauszufinden, ob ich wieder zu einer Verfassung finde, bei der ich das Fahren so genießen kann wie im letzten Jahr!»
Mit 71 Punkten rangiert Marc Marquez nach dem Mugello-GP auf Platz 8 der Tabelle, direkt hinter Teamkollege
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