Yari Montella (3./Ducati): Dieses Podium wird der Italiener nie vergessen
Das erste Superbike-Podium erreichte Yari Montella zwar schon beim Saisonauftakt, doch der dritte Platz im ersten Lauf in Misano hat für den Ducati-Privatier eine weitaus größere Bedeutung.
Das erste Rennen der Superbike-WM 2026 auf dem Misano World Circuit endete mit einer großen grün-weiß-roten Party. Die Top-6 fuhren Motorräder aus Italien (4 Ducati und 2 Bimota) und fünf Piloten der Top-7 waren Italiener. Im Mittelpunkt des frenetischen Jubels der Tifosi waren Werkspilot Nicolò Bulega, der seinen ersten Superbike-Sieg in Misano einfahren konnte, sowie Yari Montella, der seinen ersten Podestplatz in der Top-Kategorie vor seinen Landsleuten ins Ziel brachte.
Besonders überwältigt war der Ducati-Privatier auf Platz 3. Montella legte mit Startplatz 4 in der Superpole den Grundstein für ein erfolgreiches Rennen. Der 26-Jährige behauptete von der ersten bis zur letzten Runde die dritte Position und stand nur zeitweise unter Druck.
«Zu Anfang war ich etwas überrascht, als mir die anderen nicht schneller davonfuhren. Der zweite Sektor hier in Misano liegt mir total, weshalb ich für eine Weile mithalten konnte», analysierte der Barni Racing-Pilot in kleiner Journalistenrunde am Samstagnachmittag. «Ich hatte Baldassarri hinter mir und ich stellte mich mental auf einen harten Kampf ein. Ich kenne Balda und er ist im Rennen ein harte Nuss. Es tat mir für ihn leid, als er stürzte, aber so konnte ich die Abstände leichter kontrollieren.»
Yari Montella: Unter dem Jubel von Familie, Freunde und Fans auf dem Podium
Montella stammt aus Oliveto Citra, einem verschlafenen Nest im Süden Italiens. Seine Familie, Freunde und Fans aus der Region nahmen die 600 km lange Anreise nach Misano in Kauf – es hat sich gelohnt.
«Ich bin sehr stolz – wir haben in Misano Unglaubliches erreicht, und das vor meiner Familie und meinen Fans und beim Heimrennen meines Teams. Ganz sicher werde ich diesen Tag so schnell nicht vergessen», rang der Ducati-Pilot um Fassung. «In der Supersport-Kategorie war ich hier schon mal Zweiter, aber ein Podium in der Superbike-Kategorie ist eine andere Liga. Emotionaler.»
Emotional war das Podium auch für Teamchef Marco Barnabo, der Montella im Parc fermé mit Tränen in den Augen in Empfang nahm. «Es ist mein erstes Superbike-Podium in Italien, das ist sehr speziell. Auch Marco war komplett aus dem Häuschen, einfach nur glücklich», erzählte Montella. «Er ist ein ganz besonderer Mensch und ich bin stolz und glücklich, dass er mir vertraut. Wir sind ein privates Team, aber wir geben alles, um das Maximum zu erreichen.»
Außerdem: Weil Sam Lowes (Ducati) stürzte und Alex Lowes (Bimota) Fünfter wurde, verbesserte sich Montella an den Zwillingen vorbei auf den WM-Rang 3.
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