WM-Urgestein Domi Aegerter (Kawasaki): «400 Rennen eine Errungenschaft»
Als 18. der Superpole schienen die Punkteränge für Dominique Aegerter im ersten Supersport-Lauf in Misano kein Selbstläufer zu sein, doch der Kawasaki-Pilot bewies Biss und Speed. Es war ein Kraftakt.
Nach den Plätzen 17 und 18 beim Meeting im MotorLand Aragón war Dominique Aegerter niedergeschlagen. Keine WM-Punkte einzufahren, ist etwas, was ein zweifacher Supersport-Weltmeister nicht akzeptieren kann, zumal sein Kawasaki-Teamkollege Jeremy Alcoba die Positionen 11 und 10 erreichte.
Mit dem Rennwochenende auf dem Misano World Circuit verband Aegerter die Hoffnung und Erwartung, eine bessere Performance aus der ZX-6R 636 herausholen zu können. Als 18. der Superpole gelang dem 35-Jährigen das aber nur bedingt – jedoch auch nicht Alcoba, der einen Platz hinter ihm in der Startaufstellung stand.
Der junge Spanier war es auch, mit dem sich Aegerter im ersten Lauf die meiste Zeit beschäftigen musste. Als 13. im Ziel preschte der Rohrbacher nur 0,272 sec vor dem 24-Jährigen über die Linie. Die Erleichterung war groß.
«Ich bin froh, endlich wieder in die Punkte gefahren zu sein», atmete Aegerter durch. «Bei dieser Hitze war es allerdings eine harte Nuss, Platz 13 und drei Punkte sind eine kleine Belohnung dafür. Das Team hat gute Arbeit am Motorrad geleistet, ich habe mich recht wohlgefühlt, obwohl wir in jeder Kurve am Limit waren. Wir werden die Daten also sorgfältig auswerten und hoffentlich für das morgige Warm-up noch ein bisschen besser werden. Ich habe im Rennen mein Bestes gegeben, aber unsere Startposition ist wirklich keine Hilfe, bessere Ergebnisse zu erzielen. Wir arbeiten als Team sehr hart daran, und sowohl ich als auch meine Crew haben alles gegeben, um etwas zu finden, das uns schneller macht.»
Übrigens: Aegerter bestritt das 400. WM-Rennen seiner Karriere. Seit 2006 fährt der Kawasaki-Pilot international. Angefangen in der 125er-WM, dann Moto2 und MotoE sowie Supersport- und Superbike-WM.
«Es ist schön, etwas zu feiern zu haben», schmunzelte Aegerter. «Ich denke, das ist eine Errungenschaft, auf die ich ein wenig stolz sein kann. Ein großes Dankeschön an alle meine Unterstützer, die mir immer helfen, ebenso an alle meine Sponsoren, Teams und die Motorräder, die ich in meiner Karriere fahren durfte. Vielen Dank auch an alle Fans, die nach Misano gekommen sind.»
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