BMW-Pilot Miguel Oliveira nach Jerez: Wenige Punkte, große Hoffnung
Obwohl Miguel Oliveira beim Saisonfinale der Superbike-WM 2026 in Jerez nur eine geringe Beute machte, geht der BMW-Pilot mit einem guten Gefühl in die Winterpause.
An der BMW im Trimm der Superbike-WM sind mehr Piloten verzweifelt, als damit erfolgreich zu sein. Die M1000RR perfekt verstanden hat bisher nur Toprak Razgatlioglu, der dem bayerischen Hersteller mit seinem außergewöhnlichen Talent 39 Siege und zwei Fahrer-Weltmeisterschaften bescherte. Der nächste Fahrer könnte Miguel Oliveira sein, der in seiner ersten Superbike-Saison zumindest vier Podestplätze erreichte.
Das Saisonfinale in Jerez war jedoch eines der schlechteren Wochenenden. Als 13. der Superpole stellte der Portugiese sein Motorrad im ersten Lauf mit einem Problem an der Box ab. Am Sonntag sprangen im Superpole-Race und im zweiten Hauptrennen die Plätze 11 und 10 heraus. «Das Wochenende war aufgrund der Probleme im Qualifying bereits beeinträchtigt. Wir kamen in der Startaufstellung nicht weiter nach vorn», bedauerte Oliveira. «Dass ich das Rennen am Samstag nicht beenden konnte, war ebenfalls frustrierend. Aber am Sonntag haben wir uns verbessert, und ich bin zufrieden.»
Bei der Betrachtung der Ergebnisse von Miguel Oliveira wird das Hauptproblem von BMW offensichtlich. Nach einem guten Wochenende folgen ein oder mehrere schwache Meetings, um dann wieder auf vorderen Positionen mitzumischen. Das Ziel im Winter muss sein, der M1000RR eine konstantere Performance beizubringen.
Tatsächlich blickt Oliveira zuversichtlich auf die anstehenden Testfahrten. «Wir verlassen Jerez mit einem guten Gefühl, denn wir haben etwas ausprobiert, das sich im zweiten Rennen als sehr positiv erwiesen hat», verriet der 31‑Jährige. «Ich freue mich sehr auf die Wintertests. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf dem Bike zu sitzen und gemeinsam mit der Crew mit der Arbeit für die nächste Saison zu starten. Außerdem möchte ich Danilo für seinen Einsatz in dieser Saison danken. Er war ein großartiger Teamkollege und ein toller Mensch, und wir werden ihn definitiv vermissen.»
In vielen Rennen waren wir schneller als 2025.Chris Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport
Nach den zwei herausragenden Saisons mit Razgatlioglu war BMW bewusst, dass die Superbike-WM 2026 schwierig sein würde. Zwischen viel Schatten gab es jedoch auch Licht. «Auch wenn wir unser Ziel, Rennen zu gewinnen, nicht erreicht haben, war unsere Performance oft besser, als es die Ergebnisse zeigen», betonte der Technische Direktor, Chris Gonschor. «In vielen Rennen waren wir schneller als 2025. Das unterstreicht das Potenzial unseres Gesamtpakets und die intensive Entwicklungsarbeit des gesamten Teams. Gleichzeitig wissen wir: Geschwindigkeit allein reicht nicht. Unsere Aufgabe ist es, diese Performance künftig konsequent in Ergebnisse umzusetzen. Die Erkenntnisse aus dieser herausfordernden Saison und der ungebrochene Kampfgeist im Team stimmen uns zuversichtlich für 2027. Mit einem neuen Motorrad und neuen Regeln eröffnen sich neue Chancen.»
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