Superbike WM • Neu
Iker Lecuona (Ducati) kämpfte mit den Tränen: «Es war anders als sonst»
Der zweite Lauf in Jerez schien schon entschieden zu sein, als Regen für eine dramatische Wendung sorgte. Sam Lowes gönnte Álvaro Bautista das vermutlich letzte Podium seiner Superbike-Karriere nicht.
Nach dem Saisonfinale der Superbike-WM 2026 in Jerez ist unklar, wie es mit Álvaro Bautista weitergeht. Sein Ducati-Team Barni Racing verpflichtete bereits Xavi Vierge als seinen Nachfolger und auch kein anderes Team interessierte sich für die Dienste des zweifachen Superbike-Weltmeisters.
Zumindest gelang dem Spanier vor seinen Landsleuten mit den Plätzen 4, 6 und 4 ein solider Abschied.
«Álvaro hat viel Druck gemacht und ist sehr gut gefahren – gegen ihn zu kämpfen, ist keine einfache Angelegenheit», lobte der Engländer. «Unsere Fahrstile unterscheiden sich komplett. Auf den Geraden ist er sehr schnell und er bremst das Bike hervorragend ab. Am Samstag hatte ich in den letzten Runden massive Probleme mit dem Vorderreifen, aber im zweiten Rennen war es deutlich kühler und ich habe den Reifen auch ein wenig mehr geschont. Ich konnte dann die Lücke zu ihm zufahren, weil er wohl etwas stärker auf das Wetter geachtet hatte, und überholte ihn in der letzten Runde.»
Man kann sich vorstellen: Für Bautista muss in diesem Moment eine Welt zusammengebrochen sein. Er legte viel Herzblut in seinen vermutlich letzten Superbike-Auftritt. «Er fuhr ein gutes Wochenende und es tat mir wirklich etwas leid, weil er ja im nächsten Jahr vielleicht nicht mehr dabei sein wird. So läuft aber leider das Spiel. Ich habe auch schon so manches Podium auf den letzten Metern verloren», argumentierte der 36-jährige Lowes. «Ich hoffe, dass sich für ihn für 2027 noch eine gute Möglichkeit ergibt, sofern er das möchte. Für mich war es schön, die Saison mit meinem besten Wochenende zu beenden. Ein zweiter Platz und zwei dritte sind großartige Ergebnisse für das Team.»
Der MarcVDS-Pilot glaubt nicht, dass der Regen einen Einfluss auf das Rennen hatte. «Ich bin gar nicht sonderlich viel Risiko eingegangen – es wurden zwar weiße Flaggen geschwenkt, richtig geregnet hat es aber erst nach dem Rennen», betonte Lowes. «In den letzten Runden wurde es nur immer dunkler und die Lichter neben der Strecke blendeten einen. Ich denke, Álvaro hatte etwas mehr mit den Reifen zu kämpfen. Der SC1‑Vorderreifen wird bei den kühleren Bedingungen auf der linken Flanke arg strapaziert. Insgesamt waren die Verhältnisse schwierig, auch weil der Wind ordentlich gegen den Körper und das Bike drückte.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.