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Seit 22 Rennen ist Nicolo Bulega in der Superbike-WM ungeschlagen, an diesem Wochenende stehen seine Heimrennen in Misano an. In den Trainings am Freitag lag er vorne und steckte den Druck locker weg.
Nicolo Bulega dominiert nicht nur die Superbike-WM 2026 und wurde saisonübergreifend seit 22 Läufen nicht mehr besiegt, er hat auch deutlich an Bekanntheit zugelegt. Zweimal wurde der Italiener hinter Toprak Razgatlioglu Vizeweltmeister, nach seinem möglichen Titelgewinn in diesem Jahr wird er in die MotoGP aufsteigen und 2027 an der Seite von Fermin Aldeguer
Wie stark Bulegas Aktien gestiegen sind, zeigt sich auch am Faninteresse in Misano: Hinter keiner anderen Box stehen ständig so große Menschentrauben wie beim Aruba-Ducati-Werksteam, für das Bulega und Iker Lecuona fahren. Den gewaltigen Druck steckten die beiden am Freitag locker weg, sie sind nach den zwei freien Trainings
In Misano ist Ducatis gesamte Führungsriege vor Ort, von Rennchef Gigi Dall’Igna über Sportdirektor Mauro Grassilli, MotoGP-Teammanager Davide Tardozzi bis hin zum Offroad-Verantwortlichen Paolo Ciabatti. «Ab Samstag wird auch CEO Claudio Domenicali hier sein», berichtete Bulega. «Der einzige Unterschied zu sonst ist, dass sie alle hier sind – normal folgen sie mir von zuhause aus. Wenn ich auf dem Bike sitze, ändert sich nichts für mich, da bin ich immer allein. Es ist gut, wenn ich sie alle sehe. Und wenn ich Gigi in meiner Boxenecke habe, dann macht mich das glücklich – mit ihm haben wir zusätzliches Know-how in der Garage. Deshalb empfinde ich das auch nicht als Druck, sondern als Glück.»
Der 38-fache Laufsieger lässt inzwischen auch immer öfter seinen feinen Sinn für Humor durchblitzen und erklärte, weshalb in Misano nicht nur mehr Zuschauer als bei den meisten anderen Rennen sind, sondern auch, weshalb das Media-Center so prall gefüllt wie sonst nirgends ist. «Wir haben hier das Meer, die Strände und gutes Essen», grinste Nicolo im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Deshalb ist das einer der Lieblingsplätze von allen.»
Teamkollege Lecuona nahm Bulega 0,166 sec ab, der Dritte Yari Montella (Barni Spark Ducati) verliert bereits über eine halbe Sekunde. «Wir wissen, dass unser Paket hervorragend ist und müssen nur alles zusammenfügen», hielt der 26-Jährige fest. «Mein Gefühl im FP1 war schlecht. Wir haben etwas mit der Abstimmung versucht, das ich nicht mochte. Für das FP2 kehrten wir zu meinem Standardsetting zurück.»
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