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Superbike-WM 2026 in Aragon: Erster Lauf zur ungewohnten Uhrzeit
In Imola hat Toprak Razgatlioglu sein erstes Superbike-Hauptrennen in dieser Saison gewonnen. Doch der Yamaha-Star weiß: Möglich wurde das vor allem, weil Alvaro Bautista in der dritten Kurve stürzte.
Das war ein
Razgatlioglu nahm dieses Geschenk dankend an und fuhr seinen ersten Sieg in einem Hauptrennen in dieser Saison nach Hause. Davor hatte er bereits das Sprintrennen am Sonntagvormittag gewonnen.
Gegenwehr erfuhr der Türke nur vom großartig aufgeigenden Axel Bassani, der als Zweiter seinen sechsten Podestplatz in der Superbike-WM eroberte.
"Endlich hat es geklappt, auf diesen Moment habe ich viele Rennwochenenden gewartet", strahlte Toprak in kleiner Medienrunde. "Es hat mich überrascht, dass er in Kurve 3 gestürzt ist, er ist auf die weiße Linie gekommen. Das ist mir auch passiert. Mir rutschten das Vorder- und Hinterrad weg, ich bin aber nicht gestürzt. Glücklich bin ich trotzdem, weil ich auf diesen Sieg so lange warten musste."
"Als ich Alvaro stürzen sah, versuchte ich allein vorneweg zu fahren", schilderte der Weltmeister von 2021 sein Rennen. "Aber Axel war stark und er konnte mich überholen. Daraufhin habe ich beschlossen ihm zu folgen und meinen Hinterreifen zu schonen. Drei Runden vor Schluss überholte ich ihn und legte gleich eine starke Pace vor. Die Ducati sind auf der Geraden sehr stark, auch die Maschine von Axel. Aber ich kenne ihn, er beansprucht seinen Hinterreifen immer sehr. Er fuhr Vollgas – und ich ging kein Risiko ein. Dieser Sieg ist sehr wichtig. Wäre Alvaro nicht gestürzt, hätte ich nicht so einfach gewonnen. Er ist wirklich stark – vor allem auf der Geraden."
Würde dieser erste Sieg nicht noch deutlich süßer schmecken, wenn ihn Razgatlioglu im Kampf gegen Bautista errungen hätte, hakte SPEEDWEEK.com nach. "
"Bei diesen heißen Bedingungen war es für keinen einfach", ergänzte Toprak. "Es war gut, dass sie das Hauptrennen auf 15 Runden verkürzt haben, es war sehr heiß. Wenn du da ein Motorrad fahren musst, ist es unglaublich. Hinzu kommt, dass ich mehr Einsatz bringen muss. Die Ducati lässt sich einfach fahren: Ihre Elektronik arbeitet gut und sie hat viel Leistung. Die Fahrer müssen nur den Gasgriff drehen und die Beschleunigung abwarten. Ich muss viel arbeiten und immer darauf achten, dass die Beschleunigung perfekt ist."
Seinen Rückstand in der Gesamtwertung konnte der WM-Zweite Razgatlioglu nach der Nullrunde von Bautista auf 70 Punkte reduzieren – 62 kann ein Fahrer an einem perfekten Wochenende erobern. "70 Punkte sind viel, die Meisterschaft ist aber noch nicht vorüber", betonte der 36-fache Laufsieger. "Ich mache es wie 2021, schaue von Rennen zu Rennen und versuche zu gewinnen und es zu genießen."
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