Xavier Vierge stark: Aber Honda «eine Welt hinten»
Honda-Werksfahrer Xavier Vierge schaffte bei seiner Premiere in der Superbike-WM in Aragon in allen drei Rennen einstellige Ergebnisse und ist damit Gesamtsechster. Seine Voraussetzungen waren schwierig.
Der aus der Moto2-WM kommende Xavi Vierge bestritt am Wochenende seinen ersten Event in der Superbike-WM. Bei den Testfahrten in Barcelona knapp zwei Wochen zuvor hatte er sich eine Rippe gebrochen und musste sich durch den Aragon-Test plagen, der am Montag und Dienstag vor dem Rennwochenende stattfand.
Die Schmerzen wurden über die Tage zumindest nicht schlimmer, der Klassenneuling zeigte in Aragon vielversprechende Leistungen. Das Qualifying beendete er nur als 13., doch in den Rennen brauste Vierge auf die Plätze 7, 9 und 8. Damit liegt er in der Gesamtwertung mit 18 Punkten auf Position 6 – punktgleich mit seinem HRC-Teamkollegen Iker Lecuona, der Fünfter ist.
"Ich hatte vor dem Wochenende keine Ahnung, wo ich die Rennen beenden kann", erzählte Vierge beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Im ersten Rennen konzentrierte ich mich darauf ruhig zu bleiben, sanft zu fahren und ins Ziel zu kommen. Ich musste erst herausfinden, wie ich schnell fahren kann, ohne mich körperlich zu überanstrengen. Großer Dank gilt meinem Physiotherapeuten."
"Ich hatte nicht erwartet, dass ich alle drei Rennen durchfahren kann", hielt der 25-Jährige fest. "Das gelang mir und ich kam sogar auf guten Positionen ins Ziel. Wir haben im Winter viel alleine getestet, hatten aber die Pace. Das haben wir auch bei dem Test in Montmelo gezeigt, wo alle dabei waren. Okay, wir sind noch nicht bereit für Siege, aber wir machen Schritt für Schritt. Dann verletzte ich mich und mein einziges Ziel war auf einmal, so viele Runden wie möglich zu schaffen. Wo wir wirklich stehen, wissen wir noch nicht. Das sehen wir in Assen, wenn ich hoffentlich wieder 100-prozentig fit bin."
"Unser Bike ist sehr schnell und wir sind stark auf der Bremse", lobte Vierge. "Perfekt ist das Motorrad nicht, denn 20 sec hinter dem Sieger zu liegen ist eine Welt. Es ist aber auch so, dass ich in meiner körperlichen Verfassung nichts dazu beitragen konnte, die Probleme auf dem Motorrad zu umfahren. Ich glaube, dass wir näher an der Spitze sind, als die Ergebnisse zeigen."
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