Yamaha: Zeitpunkt für neue R1 trotz Problemen richtig
Yamaha präsentierte unmittelbar vor der Superbike-WM in Cremona ein neues Homologationsmodell der R1 – und erlebte das schlechteste Wochenende der Saison. Der Zeitpunkt war richtig, verteidigt Rennchef Andrea Dosoli.
Obwohl beim Cremona-Test im Mai Remy Gardner Bestzeit fuhr, war Yamaha am vergangenen Wochenende bei der Premiere auf der neuen Superbike-Piste
Für einen Teil der Schwierigkeiten sorgte aber Yamaha selbst, denn am Donnerstag wurde im Fahrerlager überraschend ein neues Homologationsmodell der R1 präsentiert. Offensichtlichste Änderung war die neue und mit Winglets ausgestattete Verkleidung, die am Freitag bereits an den Werksmotorrädern montiert war. Die Stammfahrer Locatelli und Gardner probierten die neue Aerodynamik jedoch erstmals im freien Training aus und hatten entsprechende Probleme.
"Natürlich ist das kein ideales Szenario, um neue Teile zu implementieren", gab Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli zu. "Wir haben einige Schwierigkeiten bei der Abstimmung des Motorrads erwartet, und genau so ist es auch eingetroffen. Ich glaube dennoch, dass dies der richtige Weg war."
Als WM-Sechster ist Locatelli der bestplatzierte Yamaha-Fahrer, und das mit absteigender Tendenz. Die Saison 2024 haben die Japaner aber ohnehin längst abgeschrieben.
"Die Einführung der neuen R1 ist ein wichtiger Meilenstein für uns, da wir nun das neue Aero-Paket verwenden können. Das ist wichtig, denn es bedeutet, dass wir sie in dieser Saison auf vier verschiedenen Rennstrecken unter Rennbedingungen testen können", erklärte Dosoli. "Wir kämpfen nicht um den Titel, also müssen wir jede einzelne Runde des Trainings und des Rennens nutzen, um diese neuen Elemente zu erforschen, damit wir uns für das nächste Jahr verbessern können. Wir haben nicht die Leistung erreicht, zu der das Motorrad fähig ist, aber wir befinden uns in der Entwicklungsphase des Pakets und wir sind entschlossen, uns für die Zukunft zu verbessern."
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