Yari Montella (Ducati): «Bautista zu analysieren, macht mich besser»
Das Superbike-Meeting auf dem TT Circuit in Assen war das erste Rennwochenende von Yari Montella in diesem Jahr ohne Sturz. Der Ducati-Privatier machte noch eine andere positive Erfahrung.
Beim Superbike-Auftakt auf Phillip Island sorgte Yari Montella mit Platz 2 im ersten Rennen für eine faustdicke Überraschung und im Superpole-Race legte der Italiener mit einem vierten Platz ein weiteres starkes Ergebnis nach. Ein Sturz im zweiten Lauf trübte jedoch die gute Bilanz.
Portimão war für Montella ein Rennwochenende zum Vergessen. Nach einem starken Qualifying (Startplatz 3) stürzte der 26-Jährige im ersten Lauf und brachte seine Ducati V4R nur auf Position 18 ins Ziel. Gelernt hatte der Barni-Pilot daraus nichts und lag im zweiten Rennen erneut auf dem Hosenboden.
Yari Montella: Auch zu viele Rennstürze als Rookie in der Superbike-WM 2025
Dabei hatte Montella versichert, dass er sich seine ausgeprägte Sturzneigung abgewöhnt hat. «Ich habe mich an die vielen Fehler und Stürze erinnert und mich im Winter intensiv damit auseinandergesetzt», sagte der 26-Jährige nach Phillip Island. «Ich denke, etwas in mir hat sich geändert.»
An diese Worte hat sich Montella offenbar erinnert und absolvierte in Assen ein fehlerfreies Wochenende. «Es war entscheidend, ein komplettes Wochenende ohne Fehler zu absolvieren und weiter sowohl am Set-up als auch am Vertrauen in das Motorrad zu arbeiten», zeigte sich der Teamkollege von Álvaro Bautista erleichtert. «Alles in allem war es ein positives Wochenende; wir haben uns vom Freitag bis Sonntag verbessert, und das war wichtig. Ich bin zufrieden damit, wie ich drei völlig unterschiedliche Rennen gemeistert habe.»
Überholen oder Hinterherfahren? Montella verzweifelt an Bautista
Nach den Plätzen 11 und 8 im ersten Lauf und im Superpole-Race war der fünfte Platz im letzten Rennen das beste Ergebnis von Montella. Im letzten Renndrittel fuhr das Barni Ducati-Duo für Teamchef Marco Barnabo in beängstigender Schlagdistanz zueinander.
«Gegen Rennmitte merkte ich, dass ich auf Álvaro aufholte und ihm mit jeder Runde etwas näher kam. Zwei Runden später war ich an ihm dran und ich begann nachzudenken. Ich wollte ihn mir schnappen und war 0,1 bis 0,2 sec schneller als er», erzählte Montella SPEEDWEEK.com. «Aber dabei habe ich mir die Reifen ruiniert, dennoch gab ich alles, um an ihm dranzubleiben. Drei Runden vor dem Ende fuhr er aber wieder einen Vorsprung heraus und ich war nicht in der Lage, seine Pace mitzugehen. Ich dachte ‹Mist›, aber wenn ich mit einem Fahrer wie ihm kämpfe, lerne ich mit jedem Meter etwas hinzu. Es ist eine mentale Sache – er wusste genau, was zu welchem Zeitpunkt er zu tun hatte. Das zu analysieren, macht mich besser.»
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