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Assen, Superpole: Maria Herrera pulverisiert ihren eigenen Rekord
In der Superpole der Supersport-WM 2026 in Assen überzeugte Yamaha mit Lucas Mahias und Albert Arenas auf den Startplätzen 1 und 3. Die chinesische ZX Moto mischt vorn mit. Öttl Achter, Aegerter 11.
Wie schon das freie Training am Vormittag fand auch die Superpole der Supersport-WM 2026 in Assen bei angenehmen Frühlingswetter statt. Mittlerweile zogen aber einige Wolken über den TT Circuit, Regen drohte aber nicht.
Durch die Streichung des zweiten Trainings nutzen die Supersport-Piloten die meiste Zeit des Qualifyings für die Abstimmung der Motorräder und gehen erst am Ende der 40-minütigen Session auf Zeitenjagd.
Vor dem Rennwochenende wurde die QJ Motor SRK800RS von der FIM endgültig homologiert. Raffaele De Rosa und Marcos Ramirez durften somit in Assen in die Saison einsteigen. Auf dem TT Circuit ist mit Dirk Geiger (Yamaha) ein zweiter Deutscher als Gaststarter dabei.
Am Vormittag hatte Yamaha-Pilot Can Öncü vom niederländischen Team Ten Kate in 1:37,010 min die schnellste Zeit gefahren. Der Türke stellte im vergangenen Jahr in 1:36,184 min den Pole-Rekord auf.
Für die erste ansprechende Rundenzeit im Qualifying sorgte Lucas Mahias (Yamaha) nach fünf Minuten in 1:37,076 min. Nur Augenblicke später wurde die Session nach einem Sturz von Xavier Cardelus in der Zielkurve abgebrochen. Die Yamaha überschlug sich mehrfach und Trümmerteile blieben auf der Rennstrecke liegen. Es dauerte gut zehn Minuten, bis die Strecke gereinigt und freigegeben wurde.
Bei Halbzeit hatte Öncü in 1:37,732 min die Führung von Mahias übernommen. Als Zweiter mit 0,289 sec Rückstand fuhr Philipp Öttl (Ducati) eine starke Runde. Mit vier Yamaha und fünf Ducati konnte nur noch Triumph mit Tom Booth-Amos (10.) ein Motorrad in die Top-10 bringen. Geiger war Elfter, Dominique Aegerter (Kawasaki) folgte auf Platz 18.
Bei noch 15 Minuten gab es die ersten Attacken auf die Bestzeit. In 1:36,600 min preschte Booth-Amos mit der Triumph Street Triple RS765 auf Platz. Öncü (2.) folgte mit 0,028 sec und Portimao-Doppelsieger Valentin Debise (3.) mit der ZX Moto mit 0,187 sec Rückstand.
Gerade, als Aegerter mit noch 10 min auf der Uhr für einen schnellen Versuch in Angriff auf die Piste ging, wurden nach einem Sturz von Federico Caricasulo (ZX Moto) gelbe Flaggen geschwenkt. Der zweifache Supersport-Weltmeister ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brillierte in 1:37,045 min mit der sechstbesten Zeit! Kaum war der Kawasaki-Pilot über die Linie gefahren, stürzte im Hintergrund Borja Jimenez (Ducati) in der letzten Kurve.
Drei Minuten vor dem Ende gingen die Piloten mit einem frischen Reifen für den letzten Versuch auf die Piste. Bei vielen Piloten blitzten Sektorbestzeiten auf, aber die Zeit des Franzosen hielt jedem weiteren Angriff stand – aber nur knapp: Mit 0,071 sec und 0,082 sec Rückstand komplettieren Debise und Arenas die erste Startreihe.
Die zweite Reihe 2 beginnt mit der Triumph von Booth-Amos (4.), gefolgt von Öncü. Als bester Ducati-Pilot qualifizierte sich Alessandro Zaccone auf Startplatz 6.
Philipp Öttl lag auf seiner letzten Runde bereits um 0,251 sec vorn, büßte im letzten Sektor aber Zeit ein und beendete das Qualifying als Achter. Dominique Aegerter erreichte auf Platz 11 seine bisher beste Startplatzierung mit Kawasaki. Dirk Geiger qualifizierte sich mit nur 1,069 sec Rückstand auf der 17. Position.
Mit Startplatz 13 setzte sich Supersport-Rookie Marcos Ramirez deutlich gegen seinen QJ-Teamkollegen De Rosa (23.) durch.
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