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Marcel Schrötter in Suzuka: Krämpfe, Tränen und Frust

Als Neunter beim Acht-Stunden-Rennen in Suzuka erreichte Marcel Schrötter mit dem privaten Suzuka-Team S-Pulse ein hervorragendes Ergebnis. Dennoch ist der Bayer enttäuscht, weil das Podium drin war.

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Zum zweiten Mal nach 2017 nahm Marcel Schrötter an diesem Wochenende mit dem Suzuki-Team S-Pulse Dream Racing am legendären Acht-Stunden-Rennen in Suzuka teil. Nachdem Teamkollege Josh Waters verletzungsbedingt ausgefallen war, musste Schrötter und der dritte Mann, der Japaner Atsumi Ocoro, das ohnehin kräftezehrende Endurance-Rennen zu zweit bestreiten.

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Von Startplatz 9 blieb das Duo aber immer in den Top-10 und lag nach vier Stunden sogar auf der erstaunlichen dritten Position. Durch einen Zwischenfall auf einem Stint von Schrötter büßte man jedoch so viel Zeit ein, dass es der neunte Platz wurde. "Bei Halbzeit waren wir Dritter, und das als privates Team. Aber jetzt bin ich komplett enttäuscht, dass wir wegen eines gebrochenen Kotflügels so viel Zeit verloren haben. Den hat es auf der Gegengerade zerrissen und das Bike zog nach links", sagte der 30-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Ich habe deswegen auf der Strecke angehalten – ich weiß gar nicht, ob das erlaubt war – und habe ihn mit dem Fuß weggetreten. Dadurch haben wir vielleicht zwei Positionen verloren, aber dann haben die Stewards mein Team dazu verdonnert, mich an die Box zu holen – angeblich, weil der Kotflügel unter dem Motorrad klemmen würde. Ich war total sauer und enttäuscht. Zum einen auf die Stewards, die müssten genauer schauen, und auch auf mein Team, weil man in einer solchen Situation erst mal diskutieren muss. Das war enttäuschend, weil wir so einen zusätzlichen Boxenstopp machen mussten, was unser Rennen zerstört hat."

Schrötter weiter: "Mit tat es unheimlich für die Jungs und Mädels vom Team, aber auch für uns Fahrer – wir sind mit Krämpfen gefahren, haben uns den Arsch aufgerissen und wurden dafür nicht belohnt. Mir kommen jetzt noch fast die Tränen, wenn ich daran denke."

Was bleibt, ist der Stolz, das körperlich vielleicht anstrengendste Straßenrennen gemeistert zu haben. "Ich finde, wir haben einen mega Job gemacht", lobte Schrötter die Teamleistung. "Es war unglaublich anstrengend. Der erste Stint war heftig, der zweite okay und der dritte wieder mega herausfordernd. Mit zwei Fahrern ist die Erholungsphase auch nur kurz, weil man zuerst die Lederkombi ausziehen muss und so weiter. Dann bleiben nur 40 Minuten, bis man wieder alles anziehen muss. Alles tut einem weh, man bekommt Krämpfe und es ist einfach nur heftig."

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