Marcel Schrötter (MV Agusta): Schmerzen statt Erfolg
Dass das Supersport-Meeting in Donington eine Herausforderung sein würde, ahnte Marcel Schrötter. Nach der Enttäuschung am Samstag musste der MV Agusta-Pilot im zweiten Lauf einen schweren Sturz einstecken.
Am Samstag ärgerte sich Marcel Schrötter über sich selbst, weil er sich zu einem späten Bremsmanöver hinreißen ließ, deswegen von der Strecke abkam und mindestens zwei Positionen verloren hatte. "Im Nachhinein betrachtet hätte ich etwas cleverer sein müssen, denn mein Gegner hätte sich sehr wahrscheinlich verbremst", gab der MV Agusta-Pilot zu. "Im schlimmsten Fall wäre es der sechste Platz gewesen. Aber wir fahren Rennen und deshalb greift man an."
Doch das war nichts im Vergleich zu dem, was ihm im zweiten Rennen widerfahren sollte. Der Bayer lag auf der guten fünften Position, als sein Rennen drei Runden vor dem Ende mit einem mächtiger Highsider abrupt endete. Schrötter humpelte aus dem Gefahrenbereich und begab sich anschließend zur Untersuchung ins Medical-Center. Dort wurden glücklicherweise keine Brüche gefunden, der 30-Jährige zog sich aber Prellungen am linken Schultergelenk und Rücken sowie Schürfwunden zu.
"Donington war nicht das erfolgreichste Wochenende, das zudem sehr schmerzhaft endete. Zum Glück ist mir bei diesem Highsider nicht mehr passiert als Prellungen am Rücken und am Bein. Ich gehe jetzt auch gleich wieder in die Clinica Mobile, um mich behandeln zu lassen und die Schmerzpunkte etwas zu kühlen", stöhnte Marcel. "Das zweite Rennen war aus meiner Sicht wieder recht ordentlich. Ich bin schnell nach vorn gekommen, auch wenn ich zwischenzeitlich ein wenig den Anschluss verloren habe. Ich hatte heute etwas mehr zu kämpfen, vor allem mit dem Motorrad und wegen des Windes, um die Linie zu halten. Aber ich konnte die Situation recht gut meistern und den Abstand nach hinten kontrollieren. Es wäre ein guter fünfter Platz gewesen. Aber ich wollte die Lücke zum Fahrer vor mir schließen, weil ich wusste, dass ich in den letzten drei Runden noch etwas zulegen kann. Dabei kann so etwas passieren. Einen Highsider an dieser Stelle hat man schon oft gesehen. Wie ich schon sagte, geht es mir so weit gut, abgesehen von ein paar Wehwehchen."
Donington Park war für Schrötter die erste von drei unbekannten Rennstrecken, das Layout kannte er nur von der Spielekonsole. Die nächste neue Piste ist Imola in zwei Wochen. Dort soll die Schadenbegrenzung besser laufen.
"Es geht jetzt darum, Donington abzuhaken und das Positive mitzunehmen, nämlich, dass wir nicht allzu weit vom Podium entfernt waren. In Imola wird es ähnlich schwierig werden, denn es ist eine weitere ungewohnte Strecke für mich. Aber wir werden so weitermachen und wieder alles geben", versprach der Supersport-Rookie.
In der Gesamtwertung belegt Schrötter (156 P.) punktgleich mit Federico Caricasulo (Ducati) den vierten WM-Rang.
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