Suzuki zieht mit der SV-7GX auf der EICMA einen Mittelklasse-Crossover aus dem Hut, der auf Yamaha und Triumph zielt. Weitere Überraschung: Dieser setzt auf den V2-Antrieb der altehrwürdigen SV650.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Im letzten Jahr ist Suzuki mit der GSX-S1000 GX ins Segment der sportlichen Crossover eingestiegen. Angetrieben vom K5 genannten Vierzylinder aus der GSX-R1000 von 2005 ist sie ambitioniert motorisiert, jedoch auch ebenso ambitioniert bepreist. Im kommenden Jahr will die Marke aus Hamamatsu das Rezept des sportlichen Tourers auch auf die Mittelklasse übertragen und damit gegen Lokalrivalen Yamaha und dessen Tracer 7 antreten.
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Als Plattform haben die Japaner aber nicht etwa das neueste Allzwecktriebwerk des Hauses, den 776 Kubik messenden Reihentwin, ausgesucht, der beispielsweise in der GSX-8S zum Einsatz kommt. Stattdessen nutzen die Japaner für das Unterfangen einen alten Bekannten: den V2 aus der SV650 mit 645 ccm Hubraum der "jüngsten Entwicklungsstufe". Die Suzuki hört, entsprechend der aktuellen Nomenklatur der Marke, auf den Namen SV-7GX. Wie in der Plattformspenderin leistet der Motor in der GX 73 PS und bringt ein Drehmoment von 64 Nm bei 6400/min auf die Kette. Er sitzt im fast unveränderten Stahlrohrrahmen der SV650, obendrein fällt der Verzicht der Japaner auf eine Upside-Down-Gabel ins Auge.
Warum Suzuki statt auf den Reihentwin auf den bewährten V2 setzt, ließ die Marke bei der Präsentation auf der EICMA in Mailand durchblicken: Zugänglichkeit. Durch den 90 Grad-Zylinderwinkel des V-Twins sei beispielsweise eine niedrigere Sitzhöhe machbar – dadurch sei das Modell für Einsteiger interessant. 795 mm Höhe misst die Sitzbank der SV-7GX.
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Beim Design habe man sich bewusst an der großen Schwester GSX-1000GX orientiert, ihr aerodynamisches Konzept biete beste Voraussetzungen für langstreckentauglichen Windschutz. Für mehr als nur eine kurze Feierabendrunde soll auch die Reichweite der Suzuki taugen: 17,4 Liter misst ihr Tankinhalt und ist damit etwa vergleichbar mit dem der Triumph Tiger Sport 660 und den 18 Litern der Tracer 7.
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Beim Gewicht hat die Britin um 4 kg die Nase vorn, die Yamaha wird mit 8 kg weniger angegeben - denn fahrfertig wird die Suzuki mit 211 kg angegeben. Anders als für die Lokalrivalin von Yamaha ist für das Motorrad aus Hamamatsu derzeit kein automatisiertes Getriebe vorgesehen.
Preise sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verfügbar. Zu den Händlern soll die SV-7GX "im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2026" kommen.
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