Mugello: Ducati bringt mehr Sondereditionen zum 100. Geburtstag
Zum 100. Geburtstag nutzt Ducati das heimische MotoGP-Event in Mugello dazu, neue Sondermodelle zu präsentieren. Drei davon haben Motorsport-Bezug, einige bringen sogar die Trockenkupplung zurück.
Als erstes Saisonevent auf italienischem Boden ist das MotoGP-Wochenende in Mugello nicht nur für die heimischen Fahrer ein Spezielles, sondern ebenso für die lokalen Marken und dabei besonders für Ducati. Die Werkhallen der Marke aus Borgo Panigale liegen kaum mehr als eine Stunde von der Rennstrecke entfernt, die Bologneser haben vor Ort eine eigene Tribüne für die Anhänger der Marke und der Großteil aller Ducatis nimmt im Laufe der Entwicklung Asphalt der toskanischen Strecke unter die Räder – vom Serienmotorrad bis zur MotoGP-Rakete.
Die Bologneser feiern 2026 zudem den hundertsten Firmengeburtstag und nutzen das MotoGP-Wochenende für Feierlichkeiten. Das MotoGP-Werksteam tritt in einer speziellen Lackierung an, die sich aus Bruchstücken einzelner Motorräder der Ducati-Historie zusammensetzt. Die Originale dieser Motorräder werden zudem einzeln in gleich mehreren Sondereditionen von Serienmotorrädern verewigt. «Collezione 100» nennen die Italiener die Zusammenstellung, bei der 10 verschiedene Modelle in Kleinstauflage von jeweils 100 Stück an die Kundschaft gebracht werden sollen. 10 Modelle, die von der DesertX über die XDiavel bis zur Panigale V4 die gesamte Bandbreite des Modellprogramms der Italiener abbilden.
Erkennbar sind die Modelle an vor allem an ihrer Lackierung, aber auch dem Einsatz von sonst optionalen Extras. Der wichtigste technische Unterschied ist eine Trockenkupplung bei mehreren Modellen. Für die Panigale V2 S 100 bedeutet das den ersten Einsatz einer Trockenkupplung in der neuen V2-Plattform der Italiener. Bei der Vierzylinder-Panigale war diese vorher nur im WSBK-Homologationsmodell Panigale V4 R erhältlich.
Die beiden Sportlerinnen sollen eine Verbindung zur Motorsport-Historie der Marke herstellen: Die Panigale V4 S 100 bezieht sich auf die glitzernd silberne 750 Imola Desmo aus dem Jahr 1972, mit der Paul Smart und Bruno Spaggiari die erste Ausgabe des legendären Imola-200-Rennens gewannen und die ein Jahr später die Basis für Ducatis ersten Serien-Zweizylinder bildete. Ihre moderne Neuinterpretation bringt die erwähnte Trockenkupplung mit und bläst ihre Abgase durch eine Titan- und Carbon-Abgasanlage ins Freie. Diverse Carbonteile und rennstreckentaugliches Zubehör, wie ein eigener Tankdeckel und die offene Kupplungsabdeckung, gehören mit zum Paket. Mit allerlei Extras wartet auch die kleine Schwester der V4-Panigale auf: Die gelb lackierte und mit bronzefarbenen Details versehene Panigale V2 S 100 bezieht sich auf die Teamfarben, mit denen Franco Uncini 1975 die italienische Meisterschaft auf einer Ducati 750 Super Sport Desmo gewann. Auf einen sportlichen Meilenstein auf spanischem Boden bezieht sich die Hypermotard V2 SP 100: Diese hat jene Zweizylinder-Ducati zum Vorbild, die Ducati in den 1970er-Jahren mehrfach erfolgreich beim 24-Stunden-Rennen in Montjuïc einsetzte.
Dazu kommen mit Scrambler, Monster, DesertX, XDiavel, Diavel, Multistrada V4 RS und Streetfighter V4 Sonderversionen vom Großteil des restlichen Ducati-Modellprogramms, die Bezug zu historischen Serienmotorrädern der Italiener herstellen. Die Präsentation in Mugello war dabei ein Vorgriff auf die World Ducati Week, bei der Anfang Juli in Misano weitere Feierlichkeiten zum Markengeburtstag anstehen.
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