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Warum sich Ken Roczen für HEP Suzuki entschied
Obwohl Ken Roczen mit seinen Siegen bei der Supercross-WM und in Paris erfolgreich war, entschied er sich gegen das Team Honda Genuine, das ihm ein perfektes Chassis hinstellte. Heiko Klepka erklärt die Gründe.
US-Supercross
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"Ich habe in Hinblick auf neue Teams keine Vorurteile", sagt Ken Roczens Vater Heiko Klepka, der auch heute noch Kens wichtigster Berater ist. "Heute brauchst du eigentlich nur Geld und nicht unbedingt die Werksunterstützung. Wenn du Geld im Rücken hast, kannst du sogar Vieles noch besser machen. In den Werksteams sind dir viele Entscheidungen politisch vorgegeben. Als Ken damals von KTM zu Suzuki gewechselt ist, hatte ich auch keine Angst. Aber das erste Jahr [bei RCH Suzuki] war eine Katastrophe. Wir hatten ein Motorrad, mit dem Kenny pro Runde drei Sekunden schneller war, aber das durfte er nicht fahren. Es geht immer darum, was das Team will. Da muss man klein beigeben und so ist das auch noch heute."
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Roczens Motorrad, das er in der Supercross-Meisterschaft einsetzt, ist inzwischen das einzige Bike ohne Elektrostarter. Es muss mit dem Kickstarter in Betrieb genommen werden. Ken selbst geht mit offensivem Humor damit um und hat sich selbst den Spitznamen "Kickstart-Kenny" verpasst. "Im Moment habe ich vielleicht ein wenig Kopfschmerzen, weil ich denke, dass der Motor zu hoch verdichtet ist", grübelt Heiko. "Wenn der Motor sehr hoch verdichtet ist, lässt sich das Motorrad auch schlecht antreten. Dann wäre das Gelächter groß, wenn man das Bike ausbremst. Es hätte an dieser Stelle vielleicht auch andere Möglichkeiten gegeben, aber die Zeit zur Saisonvorbereitung war knapp. Das Team wird sicher akribisch daran arbeiten, das auf die Reihe zu bekommen. Generell sehe ich aber keine Schwierigkeiten. Ich wüsste auch gar nicht, wann Kenny einmal ein Motorrad ausgebremst hätte; und wenn du heute stürzt, ist ein Rennen heute sowieso kaputt." In Hinblick auf Teamsponsor Twisted Tea mussten bei Vertragsabschluss noch wichtige Details in Hinblick auf die Sponsoren gelöst werden, denn Ken wird seit Anfang seiner Karriere von Red Bull unterstützt. "Es war klar, dass es nur einen Getränkehersteller geben kann", ist Klepka sicher. "Ich denke, dass Twisted Tea jetzt die 250er Klasse bedienen wird. Es wird eine optische Trennung geben." Am Ende des Jahres 2022 stand Ken Roczen nach zahlreichen Tests vor einer schwierigen Entscheidung. Mit dem privat geführten Team Honda Genuine war er erfolgreich. Trotzdem entschied er sich gegen Genuine Honda (das Team tritt in Amerika unter der Bezeichnung "Fire Power Honda" an) und für HEP Suzuki. "Ich bin froh, dass sie den Vertrag mit dem Team HEP Suzuki auf die Reihe bekommen haben. Denn wenn er in einem Honda-Privat-Team gegen ein Honda-Werksteam angetreten wäre, hätte ich das nicht gut gefunden. Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist", sagt Klepka.
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Bei HEP Progressive Suzuki fühlt sich Roczen gut aufgehoben. Klepka erinnert sich, dass sich Ken bei seinen ersten Tests auf der Suzuki sofort heimisch gefühlt hat. Die Atmosphäre im Team ist gut. Klepka: "Es muss jeder im Team mitziehen. Ich habe zwar auch schon von einigen Schwierigkeiten gehört, aber das kann man ja alles formen. Man muss die Fragen offen ansprechen, dann kann auch etwas passieren. Ken hatte im Vorfeld wenig Zeit und die Zeit rennt uns jetzt ein wenig davon."
Ergebnis SX Tampa, 450 ccm:
1. Cooper Webb (USA), KTM 2. Chase Sexton (USA), Honda 3. Aaron Plessinger (USA), KTM 4. Ken Roczen (D), Suzuki 5. Eli Tomac (USA), Yamaha 6. Jason Anderson (USA), Kawasaki Meisterschaftsstand nach Lauf 5 von 17:
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1. Eli Tomac (USA), Yamaha, 113 2. Chase Sexton (USA), Honda, 111, (-2) 3. Cooper Webb (USA), KTM, 109, (-4) 4. Jason Anderson (USA), Kawasaki, 93, (-20) 5. Ken Roczen (D), Suzuki, 92, (-21) 6. Aaron Plessinger (USA), KTM, 85, (-28)
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