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Wegen James Stewart: Machtkampf zwischen AMA und FIM?

Die Entscheidung der FIM, Dopingsünder James Stewart für 16 Monate zu sperren, löst in den USA eine Welle der Empörung aus. AMA-Boss Rob Dingman wandte sich stocksauer direkt an FIM-Präsident Vito Ipoolito.

Kay Hettich

Von

Im Artikel erwähnt

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James Stewart wurde zwar durch eine Urinprobe als Dopingsünder überführt, doch während das Verfahren in den Mühlen der FIM seinen Fortgang nahm, erhielt der Suzuki-Pilot eine Ausnahmegenehmung aus medizinischen Gründen. An der Entscheidung der FIM änderte das nichts.

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Diesen Umstand und weitere Kritikpunkte brachte AMA-Boss Rob Dingmann in einem Brief an den vor kurzem als Präsident der FIM wiedergewählten Vito Ippolito auf den Tisch.

Hier eine Übersetzung des Textes:

Lieber Vito,

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ich schreibe dir mit einer grosse Enttäuschung wegen der Verkündung der FIM Diziplinarkommission (CDI) bezüglich der Entscheidung im Falls 'James Stewart'. Wie die gesamte ungenügende Behandlung dieses Vorgangs durch die FIM, ist auch diese Meldung sehr schlecht gelaufen.

Der Informationsaustausch mit der AMA und dem Promoter der Serie war durch den gesamten Prozess hindurch unglaublich unprofessionell und völlig inakzeptabel. Die offizielle Benachrichtigung der AMA steht noch aus. Wir wurden lediglich als Kopie in einer Email an den Promoter davon in Kenntnis gesetzt. Eine offizielle Information der Entscheidung durch FIM haben wir nicht erhalten. Als Teil der AMA Supercross-Serie und, wohl noch entscheidender, als Mitglied der FIM, hat die FIM eine obligatorische Informationspflicht gegenüber der AMA bei einem Vorgang, der verschiedene US- und internationale Serien betrifft, und eines unserer Mitglieder.

Ohne offizielle und direkte Information durch die FIM stuft die AMA sämtliche Informationen bezüglich Vorgänge betreffend Piloten als vertraulich ein und kann nicht selbst informieren oder nach Informationen bei unseren Vertragspartnern anfragen. Da von den FIM Mitgliedsverbänden und seinen Partner erwartet wird, die Sanktionen der FIM durchzusetzen, ist es unerlässlich, dass die FIM alle möglichen Informationen sucht und überprüft. Weder die AMA noch ihre Partner hatten die Möglichkeit, ihren Input in diesem Fall zu leisten.

Die Entscheidung der FIM kommt rund drei Wochen später als die veranschlagten 30 Tage ab dem Datum der Verhandlung. Auch die Tatsache, dass diese Entscheidung ab dem Zeitpunkt der Probenentnahme acht Monate benötigte, ist unerträglich.

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Ebenso unerträglich ist die Schuldzuweisung für diese Verzögerung der FIM gegenüber James Stewart. Obwohl es möglicherweise so war, dass Stewarts Krankenakte für die Internationalen Ärztekommission (CMI) bis September nicht vollständig war, war dies nur in Bezug auf seinen Antrag auf eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) der Fall. Während die Erteilung einer CUE durch die CMI keinen Einfluss auf die Entscheidung der CDI hatte, ist die Beantragung der CUE durch James Stewart absolut irrelevant für die Verzögerung der FIM bei der Bearbeitung dieser Angelegenheit.

Ausserdem wurde die Ausnahmegenehmigung James Stewart später gewährt und sie hat eindeutig bestätigt, dass die gefundenen verbotenen Substanzen aus einem legitimen medizinischen Zwecke anwesend waren. Angesichts der legitimen Verwendung durch Stewart ist der Verstoß zu einem Haufen Papierkram gescheitert. Der Verstoß hatte nicht die Absicht, einen Leistungsvorteil zu bekommen. Aus diesem Grund sind die Sanktionen gegen Stewart nicht im Einklang mit dem Verstoß an sich.

Hat James Stewart nicht nur bereits einen erheblichen Preis bezahlt, indem er während seiner vorläufigen Sperre von wichtigen Events ausgeschlossen wurde, scheint diese Sanktion die Absicht zu verfolgen, die AMA und ihre Vertragspartnern zu bestrafen. Eine 16-monatige Sperre ist willkürlich und und launisch. Es scheint kein Zufall zu sein, dass der Zeitrahmen bis Ende der AMA Outdoor Motocross-Serie fällt, sondern ermöglicht Stewart auch keine Teilnahme in der FIM sanktionierten AMA Supercross 2016.

Es ist meine Hoffnung, und in der Tat ist es meine Hoffnung ist, dass Stewart die FIM Entscheidung vor dem Sport-Schiedsgericht (CAS) in Lausanne, Schweiz anfechten wird. Es ist bedauerlich, dass es aufgrund der unangemessenen Verzögerung der FIM in dieser Angelegenheit, die Zeit für das Berufungsverfahren vor dem CAS nicht ausreicht, damit Stewart beim Saisonauftakt der AMA Supercross Serie teilnehmen kann.

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Mit freundlichem Gruß

Rob Dingman

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