Die weltweite Rallye-Gemeinde trauert um Alessandro «Alex» Fiorio
Der Rallye-Vizeweltmeister des Jahres 1989 und Weltmeister der Gruppe N von 1987 hat im Alter von 61 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren.
Alex Fiorio wurde am 10. März 1965 wurde Alex Fiorio in Turin als Sohn des legendären Lancia-Teamchefs und dem späteren Sportdirektor des Ferrari-Formel-1-Teams Cesare Fiorio, geboren.
Vor seinem Motorsportengagement war Alex Fiorio ein erfolgreicher Skirennfahrer und wurde 1977 italienischer Jugendmeister in der alpinen Abfahrt.
Früh zeigte er sein großes Talent im Rallyesport. Mit 20 Jahren gab Fioro mit einem Fiat Punto Turbo des Jolly Club-Teams bei der Rallye Monte Carlo 1968 sein Debut in der WM.
Sein großer Durchbruch im internationalen Rallyesport gelang ihm 1987, als er zusammen mit Beifahrer Luigi Pirollo in einem seriennahen Lancia Delta HF 4WD den FIA-Weltmeistertitel in der Gruppe N errang. Zugleich holte er in diesem Jahr mit einem siebten Platz bei der heimischen Rallye Sanremo auch seine ersten WM-Punkte.
Für die Saison 1988 stieg Fiorio auf den Lancia Delta Integrale um und bewies in der Topliga der Rallye-WM sein Können. Gleich beim Saisonauftakt stürmte er bei der Rallye Monte Carlo auf Platz zwei. Dieses Resultat wiederholte Fiorio in Portugal, bei der Olympus-Rallye in den USA und bei der Sanremo auf einheimischen Terrain. Bei der Akropolis-Rallye fuhr er auf die dritte Position und platzierte sich schließlich hinter seinen Lancia-Kollegen Miki Biasion und Markku Alen als Gesamtdritter in der Rallye-WM.
Auch im Jahr 1989 gehörte er weiterhin zu den Topfahrern in der WM. Nach Rang drei in Portugal und Griechenland folgten zwei zweite Plätze in Argentinien und Sanremo. Mit diesen Ergebnissen
erlangte er hinter Biasion und vor Toyota-Pilot Juha Kankkunen den Vize-Weltmeistertitel. Bei der Rallye Australien 1990 fuhr er auf Platz drei und sicherte sich zugleich sein insgesamt zehntes WM-Podium.
Im Jahr 2002 kehrte er in die WM zurück. Bei der Rallye Finnland feierte Fiorio einem seriennahen Mitsubishi Lancer EVO VII den Klassensieg. Insgesamt bestritt Fiorio 42 WM-Läufe.
Der Italiener blieb sein ganzes Leben lang dem Rallyesport verbunden. Zuletzt gab er sein Wissen als Fahrerinstrukteur weiter und engagierte sich u. a. mit dem Fiorio Cup für seinen geliebten Rallyesport.
Alessandro Fiorio verstarb am 17. August 2026.
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