Durchführung des Rallye-WM-Finales 2026 in Saudi-Arabien ungewiss
Die Ausrichtung der Rallye Saudi-Arabien steht aufgrund der Sicherheitslage im Nahen Osten in Frage. Die Unsicherheit schürt Spekulationen über einen neuen Austragungsort.
Wegen der schlechten Sicherheitslage in der Golfregion wird die FIA voraussichtlich im September entscheiden, ob die Rallye in Saudi-Arabien stattfinden kann.
Der Grand Prix von Saudi-Arabien wurde bereits zu Anfang dieses Jahres abgesagt, nachdem die USA und der Iran in direkte Militärschläge verwickelt waren. Auch Saudi-Arabien ist aufgrund seiner engen Allianz mit den USA vom Konflikt betroffen.
Die Läufe der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Katar und Bahrain wurden aufgrund des Konflikts bereits nach Europa verlegt.
Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala meinte bereits, dass die Rallye Saudi-Arabien angesichts der aktuellen Sicherheitssituation nicht stattfinden sollte.
Würde die Rallye Saudi-Arabien abgesagt werden, stellt sich die große Frage, ob sie durch eine andere Veranstaltung ersetzt werden könnte. Alternativ besteht die Option die Saison stattdessen bereits Anfang Oktober nach 13 Läufen mit der Rallye Sardinien zu beenden.
Das Thema wurde letzte Woche während der Rallye Finnland gegenüber Vertretern der FIA angesprochen, doch der Dachverband konnte keine definitive Antworten geben.
Emilia Abel, Direktorin für Straßenrennsport bei der FIA, betonte, dass der Verband derzeit eng mit dem WM-Promoter und den saudischen Organisatoren zusammenarbeite, um «den besten Weg nach vorn» zu finden.
«Wie wir alle wissen, kann sich diese Situation sehr schnell ändern. Auch wenn wir alsbald eine positive Entscheidung treffen würden, kann es dennoch passieren, dass sich die Lage in der Woche darauf bereits wieder komplett geändert hat».
«Derzeit diskutieren wir dies auch sehr intensiv mit den Herstellerteams. Aufgrund der Erfahrungen aus anderen Meisterschaften wissen wir, dass dies ebenfalls zu einer Einschränkung führen kann», erläuterte Abel.
Die FIA lehnte es bisher ab, sich zur äußeren, ob sie einen Notfallplan oder eine Ersatzveranstaltung im Auge hat. Sollten die Berichte in spanischen Medien jedoch zutreffen, könnte die Meisterschaft doch noch an einem Ersatzort zu Ende gehen.
Die angesehene spanische Sportzeitung «Diario AS» vermeldet, dass zwei Rallyes in Spanien möglicherweise als Saisonfinale der WM dienen könnten.
Die legendäre Rallye Catalunya, die 2022 den Abschluss der Rallye-Weltmeisterschaft bildete, ist für den 23. und 24. Oktober im Rahmen der spanischen Super-Rallye-Meisterschaft angesetzt.
Eine Woche später soll die Rallye Ciudad de Granada, ein Lauf der spanischen Schotter-Rallye-Meisterschaft, stattfinden. Laut AS werden beide Veranstaltungen als mögliche Ersatzveranstaltungen für die Rallye Saudi-Arabien in Betracht gezogen.
Die Rallye Katalonien wird auf Asphalt ausgetragen. Das könnte Granada zur wahrscheinlicheren Option machen, da diese Rallye - genau wie die geplante Veranstaltung in Saudi-Arabien - auf Schotter ausgetragen wird.
Die Wahl des Terrains ist besonders wichtig in der Bedeujtung für die WRC2-Meisterschaft.
Bisher offenbar in noch keine Überlegungen mit einbezogen ist das italienische Autodrom von Monza.
Am Wochenende des 14./15. November ist in Monza die 10. Auflage der Special Rallye Circuit angesetzt. Die klassische Rallye Monza bekam in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 das Rallye-WM-Prädikat zugewiesen. Vor den Toren Mailands wurden die WM-Final-Veranstaltungen ausgefahren.
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