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Gassners Portugal-Rückblick

Hermann Gassner jr. erzielt an der Algarve sein bestes WM-Ergebnis. Sein Vater scheiterte an der Ostsee an technischen Problemen.

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Meistens traten Vater und Sohn Hermann Gassner in der Rallyeszene gemeinsam und als Konkurrenten mit identischen "Waffen" auf. Am ersten April-Wochenende waren sie aber bei ihren Rallye-Einsätzen mehr als 2.000 km voneinander getrennt. Der Senior startete an der Ostsee mit seinem in der eigenen Familien-"Schmiede" vorbereiteten Mitsubishi Lancer Evo. X beim zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft. Sohnemann ging an der portugiesischen Algarve bei seiner zweiten ausländischen WM-Rallye ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer an den Start.

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Der Senior-Einsatz war bei der Rallye Wikinger schnell, sehr schnell vorbei. Schon nach der ersten Prüfung am Freitagabend setzte ein Getriebeschaden den Mitsubishi schachmatt. "Rien ne va plus", ausser Koffer packen. Für den vierfachen Deutschen Meister dürfte dies wohl seine kürzeste Rallye in seiner langen Karriere gewesen sein. "Die Titelverteidigung können wir nun abschreiben", war sein enttäuschtes Fazit.

Im tiefen Süden Europas setzte sein Filius langsam aber sicher zu seinem Flug auf Wolke sieben an. Mit einer Mini-Mannschaft – vier Freunde waren die Mechaniker-Crew – und einer minimalen Ausrüstung (acht Schotterreifen) kam er ans Algarve-Stadion. Gerade der Umgang mit seinen Reifen auf dem portugiesischen Schotter zwang den Junior zu etwas schonenden Fahrweise, eine Einstellung, die sich auch auszahlen sollte. Nach der ersten Etappe lagen er und seine Beifahrerin Kathi Wüstenhagen auf dem 20. Gesamtrang und in der mit 38 Teams sehr stark besetzten Gruppe N auf den siebten Platz.

Auch am Samstag blieb Gassner seiner Strategie treu und riskierte nicht zu viel. Das überliess er lieber seinen Konkurrenten, deren Kreis sich nach und nach immer stärker reduzierte, was den Bayer auch etwas weiter nach vorne brachte. Am Samstagabend notierte er den 15. Gesamtplatz und den vierten Gruppe N-Rang. Ganz sorgenfrei aber sollte der Surheimer, der als mit 20 Jahren jüngster Sieger den Auftakt zur Deutschen Rallye-Meisterschaft gewonnen hatte, auch nicht über die Finalrunde am Sonntag kommen. Ihm wurde sinkender Öldruck ins Mitsubishi-Cockpit signalisiert. Im letzten Service kam die Entwarnung – Öldruck okay. Den 12. Gesamtrang und den vierten Gruppe N-Platz hatte er nun sicher.

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"Für mich ist dieses Ergebnis besonders wichtig. In der Gruppe N ging die gesamte Elite der Produktionswagen-Weltmeisterschaft an den Start", freute er sich über sein bestes WM-Resultat. "Ich bin wirklich sehr happy. So ein Ergebnis hätte ich mir nie erträumt." Mit etwas Schadensfreude dürfte er auch das Abschneiden der sechs Pirelli Star Driver betrachtet haben. Auch er war im letzten Oktober bei der Sichtung dabei, schaffte aber, egal aus welchen Gründen auch immer, nicht den Sprung in den Kreis der Auserwählten, die in Portugal allesamt hinter, weit hinter ihm ins Ziel kamen. Als nächster WM steht vom 25. bis 28. Juni die neue WM-Rallye Polen auf dem Schmalkost-Programm mit drei Einsätzen in seinem Kalender.

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