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Rallye Japan: Evans führt vor Ogier - nachdem Solberg ausgeschieden ist

Der WM-Führende Elfyn Evans geht nach einem dramatischen Samstag mit einem Vorsprung von 17,8 Sekunden in den Finaltag der Rallye Japan.

WRC

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Sein engster Rivale im Kampf um den Sieg, der Toyota-Teamkollege Oliver Solberg, ist nach einem Unfall nicht mehr dabei. Evans war mit einem Vorsprung von 15,7 Sekunden auf Solberg in die längste Schleife der Rallye gestartet. Der Schwede übte den ganzen Vormittag über Druck aus und verkürzte den Abstand bis zum Mittag auf 10,6 Sekunden bevor es zum Ausfall kam.

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Solbergs Aufholjagd endete auf der ersten Wertungsprüfung des Nachmittags am Mt. Kasagi, als er in einer Linkskurve ins Schleudern geriet und mit dem rechten Hinterrad seines Toyota GR Yaris Rally1 gegen einen Baum prallte.

Sein Ausfall beförderte Sebastien Ogier auf den zweiten Platz vor, während Sami Pajari und Takamoto Katsuta am Ende der 120,22 Wertungskilometer am Samstag die Top 4 für Toyota komplettierten.

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Evans räumte ein, dass er Zeit verlor, als er an Solbergs verunglücktem Auto auf WP 10 vorbeifuhr. Der Waliser blieb während eines strapaziösen Nachmittags, an dem steigende Temperaturen und Reifenverschleiß zunehmend Schwierigkeiten bereiteten, gelassen.

Auf der zweiten Durchfahrt durch Ena zeigte Evans eine starke Leistung und war 3,1 Sekunden schneller als Ogier. Auf der Obara-Prüfung fuhr er einen weiteren Etappensieg ein baute seinen Vorsprung wieder auf 20,0 Sekunden aus.

Zwei Durchfahrten durch die Fujioka-Superspezialprüfung verringerten diesen Vorsprung vor der Nachtpause leicht.

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«Auf keinen Fall ist es die Angelegenheit für micht unter voller Kontrolle. Es liegt noch viel zu viel Fahrstrecke vor uns und es kann ganz klar immer noch besser werden», meinte Evans nach der Prüfung Ena.

Seine Fahrt auf der letzten WP verlief nicht ganz ohne Drama. Evans kam in einer Linkskurve von der Strecke ab und geriet nahe an eine Leitplanke, kam aber ohne Schaden davon.

«Da war nicht viel Platz zum Ausweichen“, kommentierte der 38-Jährige. „Wir müssen natürlich genauso weitermachen, das ist alles. Morgen wird ein großer Tag».

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Solberg war der Star des Vormittags gewesen. Er gewann Obara, verlor auf Ena etwas Zeit zu Evans. Der Monte Carlo-Sieger schlug dann aber auf dem Mt. Kasagi zurück und verkürzte den Rückstand auf 10,6 Sekunden.

Dieses Tempo hatte allerdings seinen Preis. Ogier meinte, Solbergs Risikobereitschaft sei hoch gewesen. Der neunfache Weltmeister war dennoch frustriert, nach einem weiteren Tag der Suche nach dem richtigen Gefühl nicht näher an Evans herangekommen zu sein.

«Das ist nicht das, was wir uns erhofft hatten», sagte Ogier im Ziel. «Wir sind hierhergekommen, um den Sieg zu kämpfen und das gelingt uns bisher nicht. Unsere Rallye ist bisher ähnlich verlaufen wie die von Efyn, abgesehen von der Wertungsprüfung Isegamis Tunnel 1 am Freitag. Das war hart, und danach hatte ich nie mehr das Tempo, um zurückzuschlagen».

Pajari festigte mit einem beeindruckenden Nachmittag seinen dritten Platz. Der Finne gewann beide Durchgänge der Fujioka-Superspezialprüfung und war auf Ena 2 der Schnellste. Er beendete den Tag 44,4 Sekunden hinter Evans und 26,9 Sekunden vor Katsuta.

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«Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Nachmittagsrunde»meinte Pajari. «Ich hatte gehofft, mehr Tempo zu finden, und genau das haben wir geschafft. Mit ein paar WP-Siegen ist es aus dieser Perspektive wirklich okay».

Auch Katsuta erlebte nach seinem frustrierenden ersten Tag einen deutlich stärkeren Samstag. Der japanische Fahrer überholte am Vormittag Thierry Neuville und näherte sich am Nachmittag weiter Pajari. Der Japaner räumte bei seinem Heimspiel jedoch ein, dass ein Angriff auf das Podium zusätzliche Risiken erfordern würde. „Ich bin immer noch derselbe Mensch und fahre das gleiche Auto. Einfach ein Neustart - das ist alles“, kommentierte Katsuta den Tag.

Adrien Fourmaux beendete den Tag als bester Fahrer des Hyundai-Fahrer auf Platz fünf mit 2.05,2 Minuten hinter der Spitze. Teamkollege Neuville fiel auf den sechsten Platz zurück, nachdem er den ganzen Tag mit der Fahrzeugbalance und einem zeitweiligen Problem mit der Handbremse zu kämpfen hatte.

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«Obwohl es ein schwieriger Tag war, hatten wir Spaß und haben hart gekämpft», sagte Ex-Weltmeister Neuville. «Wir haben nie etwas gefunden, damit es funktioniert. Wir hatten Probleme mit dem Fahrgefühl, dem Feedback und der Balance».

Hayden Paddon beendete den Tag als Siebter im dritten Hyundai, vor Jon Armstrong von M-Sport Ford, der im Laufe des Tages von einem gestiegenen Selbstvertrauen berichtete.

Nikolay Gryazin liegt auf dem neunten Gesamtrang und führt die WRC2-Kategorie mit 5,7 Sekunden Vorsprung vor Alejandro Cachón an, nachdem sich die beiden den ganzen Tag über ein weiteres Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten.

Die letzte Etappe am Sonntag umfasst sechs Wertungsprüfungen, darunter je zwei Durchgänge durch Nukata und Lake Mikawako, wobei letztere als abschließende «Wolf Power Stage» der Rallye fungiert.

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Pos

Fahrer

Fahrer

Team

Start Nr

Runden

Zeit

01

Sami Pajari

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

Sami Pajari

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

5

0

1:48,600

02

Sébastien Ogier

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

Sébastien Ogier

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

1

0

+0,400

03

Thierry Neuville

Hyundai Shell Mobis WRT

Thierry Neuville

Hyundai Shell Mobis WRT

11

0

+1,300

04

Takamoto Katsuta

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

Takamoto Katsuta

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

18

0

+1,600

05

Elfyn Evans

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

Elfyn Evans

Toyota Gazoo Racing World Rally Team

33

0

+1,700

06

Adrien Fourmaux

Hyundai Shell Mobis WRT

Adrien Fourmaux

Hyundai Shell Mobis WRT

16

0

+1,800

07

Hayden Paddon

Hyundai Shell Mobis WRT

Hayden Paddon

Hyundai Shell Mobis WRT

20

0

+2,100

08

Jon Armstrong

M-Sport Ford World Rally Team

Jon Armstrong

M-Sport Ford World Rally Team

95

0

+3,800

09

Romet Jürgenson

M-Sport Ford World Rally Team

Romet Jürgenson

M-Sport Ford World Rally Team

25

0

+6,100

10

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55

0

+6,300

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