Erster WM-Titel vergeben: Lancia gewinnt WRC2-Teammeisterschaft
Die Lancia-Piloten Nikolay Gryazin und Yohan Rossel fuhren bei der Rallye Paraguay auf die Ränge fünf und sechs. Somit sicherte sich der italienische Hersteller bei seiner WM-Rückkehr das Championat.
Der erste der beiden südamerikanischen WM-Läufe hat Lancia Corse HF einen weiteren großen Meilenstein in der traditionsreichen Geschichte des Turiner Autobauers beschert. Mit dem Lancia Ypsilon Rally2 HF Integrale sicherten Yohan Rossel/Arnaud Dunand sowie Nikolay Gryazin/Konstantin Aleksandrov in der außergewöhnlich anspruchsvollen Veranstaltung die Krone in der prestigeträchtigen WRC2-Teamwertung vorzeitig. Der Paraguay-Einsatz selbst war für Lancia allerdings nicht so erfolgreich verlaufen als erwartet.
Besonders der Eröffnungstag gestaltete sich auf den unbefestigten Pisten für die Lancia-Piloten schwierig. Yohan Rossel hatte mit Reifenproblemen zu kämpfen, die sein Tempo starkt beeinträchtigte. Auch Nikolay Gryazin war während der Rallye mit den Pneus mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Abgesehen von den Schwierigkeiten mit dem Gummi: Das Team konnte in Paraguay über die gesamte Veranstaltung hinweg nicht an die vielen starken Leistungen anknüpfen, das es im bisherigen Saisonverlauf mit drei Siegen immer wieder so beeindruckend aufgezeigt hatte.
Bei den herausfordernden Bedingungen behielten über die 22 WPs hinweg die Piloten ihre Konzentration und waren, im Gegensatz wie vielfach die Konkurrenz, in keine großen Zwischenfälle verwickelt. Gryazin und Rossel brachten ihre Fahrzeuge so sicher ins Ziel.
Auf dem Weg zur Team-Meisterschaft hatte Rossel die Rallyes in Kroatien und den Kanarischen Inseln gewonnen. Bei der Rallye Japan triumphierte Gryazin.
Der neue Turbo-Allrader bewies während der bisherigen Saison eine große Wettbewerbsfähigkeit auf Asphalt sowie auf Schotter. Das Auto war während der Saison kontinuierlich weiterentwickelt worden.
Mit dem legendären Stratos war Lancia in den Jahren 1974, 1975 und 1976 bereits schon zum Dreifacherfolg in der Markenwertung gefahren. Der letzte WM-Titel mit einem Heckantriebantriebauto überhaupt gelang mit dem Lancia 037 im Jahr 1983. Von 1987 bis 1993 wurden mit dem Lancia Delta weitere sechs Weltmeisterschaften in Folge errungen, die sich nunmehr zu insgesamt elf aufaddieren.
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