WM-Doppel Paraguay-Chile: Titel-Entscheidungen in Südamerika möglich
Jetzt gilt’s: In Paraguay und Chile beginnt die entscheidende Phase der Rallye-WM. Elfyn Evans möchte seine WM-Führung ausbauen, Weltmeister Sebastien Ogier setzt auf Angriff.
Nach der spektakulären Premiere im Vorjahr ist die Rallye Paraguay vom 27. bis 30. August als elfter Lauf der Rallye-WM erneut Teil der internationalen Topliga. Nur zwei Wochen später steigt vom 10. bis 13. September in Chile die Folge zwei des südamerikanischen Schotter-Festivals.
Einmal mehr muss WM-Leader Elfyn Evans (Toyota) in Paraquay zuerst in die Bahn und für seine Verfolger die Pisten kehren. Der Waliser führt das WM-Zwischenklassement mit 201 Punkten auf seine Werkskollegen Sami Pajari (171), Takamoto Katsuta (160) sowie Oliver Solberg (156) an.
Weltmeister und Vorjahressieger Sebastien Ogier liegt aufgrund seines Unfalls in Finnland schon 62 Zähler zurück. Nichtsdestotrotz glaubt der Franzose an seine Titelchancen und will alle restlichen WM-Läufe bestreiten.
Deutlich klarer ist Situation in der Marken-Wertung. Dort führt Titelverteidiger Toyota mit 174 Punkten Vorsprung vor Hyundai. Vergrößert sich der Abstand in Paraguay um mindestens weitere sechs Zähler ist der japanische Autobauer bereits zum sechsten Mal in Folge Weltmeister.
Die Rallye Paraguay, im Vorjahr von der FIA als beste Veranstaltung der Saison ausgezeichnet, schlägt sein Basislagere erneut in Encarnacion, der zweitgrößten Stadt des Landes auf. Die kniffligen Schotterstrecken nahe der argentinischen Grenze sind eine bunte Mischung aus technischen Abschnitten durch Wälder sowie schnellen mit Wellen und Sprüngen gespickten Vollgaspassagen im offen Gelände.
Der Zeitplan wurde gegenüber dem Vorjahr deutlich überarbeitet. Rund 40 Prozent der Strecke sind neu, zugleich wächst die Zahl der Wertungsprüfungen von 19 auf 22 und die Wertungskilometer von 335,22 auf 357,64. Trotz der größeren WP-Distanz fällt die Gesamtroute kompakter aus. Ein kritischer Faktor für die Teilnehmer könnte auf dem weichen Untergrund die hohe Regenwahrscheinlichkeit am Wochenende bedeuten.
Knackiger Showdown: Der Sonntag wurde gekürzt und wird über fünf Wertungsprüfungen mit 68,12 WP-Kilometer ausgefahren. Die finale Powerstage führt dabei über 10,21 Kilometer.
Auf der Teilnehmerliste stehen 60 Teams, davon zehn Rally1-Werkswagen von Toyota, Hyundai und Ford. Dahinter folgen insgesamt 28 Rally2-Fahrzeuge mit dem viermaligen WRC2-Saisonsieger Robert Virves (Skoda) an der Spitze.
Nur zwei Wochen später findet die Rallye Chile rund um die Pazifik-Metropole Concepcion statt. Nahe der zweitgrößten Stadt des Landes erwartet die 56 WM-Teams eine Gesamtdistanz von 1.170 Kilometer mit 16 Wertungsprüfungen über 311,70 WP-Kilometer
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