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Loebs fünfter Italien-Streich

Citroën ist in diesem Jahr auf Schotter bislang unschlagbar. Seriensieger Sébastien Loeb holte für das Zwei-Zacken-Team den vierten Schotter-Triumph.

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Früher war Schotter ein Terrain, auf dem die Skandinavier, allen voran die einstigen fliegenden Finnen, als unschlagbar galten. Doch die Zeiten haben sich geändert. Fords beide Finnen Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala kamen auf dem von ihnen eigentlich bevorzugten Untergrund bisher teils durch eigene Fehler oder teils wegen technischer Probleme bei den vier Schotterrallyes des Jahres noch nicht zum Zug.

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Dafür sammelt in diesem Jahr der Rivale Citroën die Schotter-Trophäen, gerecht verteilt mit je zwei Siegen für Sébastien Loeb und Sébastien Ogier. In Mexiko war es Loeb, dem mit zwei Erfolgen in Portugal und in Jordanien Ogier folgte. Nun schlug Loeb zum zweiten Mal in dieser Saison, zum fünften Mal in Italien, davon vier auf Sardinien, zu. Er feierte dort seinen mittlerweile 64. Gesamtsieg.

"Das war ein unglaublicher Sieg. Das ganze Wochenende waren wir als Strassenfeger unterwegs. Es war teils sehr schmierig, aber wir sind glücklich. Alles war perfekt. An manchen Stellen verloren Zeit, an anderen machten wir Zeit gut", meinte der Abo-Sieger Loeb. Hirvonen, schon beim letzten italienischen WM-Gastspiel 2009 hinter Latvala Zweiter, freute sich immerhin über die drei zusätzlichen Punkte, die er für den Sieg auf der letzten Prüfung, der Powerstage, vor Latvala und Loeb bekam. "Ich habe heute wirklich noch alles versucht. Insgesamt aber war es für uns ein positives Wochenende. Ohne den Reifenschaden hätte ich vielleicht einen besseren Platz erreicht", sagte Hirvonen. Sein Partner Latvala setzte zwar mit sieben Bestzeiten die meisten Bestmarken auf Sardinien, aber sein frühes Ende am Freitag hatte ihn zu weit zurückgeworfen, um noch Punkte aus dem Gesamtklassement retten zu können.

Drei Punkte verlor Sébastien Ogier, als er mit seinem Citroën DS3 auf der vorletzten Entscheidung hinten einen Felsen traf und dabei die Aufhängung beschädigte. Dieser Fehler spielte Petter Solberg, Sardinien-Sieger von 2004 im Subaru, die erste Podiumsplatzierung in diesem Jahr mit einem Rückstand von 23,7 Sekunden in die Hände. Ogier glitt mit einem Rückstand von 1:31,4 Minuten auf den vierten Platz ab. Mit einer soliden Vorstellung auf dem sechsten Platz (Rückstand: 3:27,5 Minuten) hinter Mads Östberg (Ford Fiesta RS WRC) sorgte der Spanier Dani Sordo für ein respektables WM-Comeback der britischen BMW-Tochter Mini bei der Jungfernfahrt auf Sardinien.

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Den dritten Lauf zur Super 2000-WM gewann Ott Tanak im Ford Fiesta S2000 um 26,7 Sekunden vor dem Skoda Fabia-Piloten Juho Hänninen, der im letzten Jahr den IRC-Lauf auf der Mittelmeerinsel gewonnen hatte. Sein Red Bull-Teamkollege Hermann Gassner erreichte nach technischem Pech am Freitag bei seinem zweiten Start in der S2000-WM den fünften Platz.

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Stand nach 3 Etappen, 18 Prüfungen (= 339,70 km) und 1.183 Gesamtkilometern

1. Sébastien Loeb/Daniel Elena (F/MC), Citroën DS3 WRC, 3:45:40,9 h.

2. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN), Ford Fiesta RS WRC, + 11,1 sec.

3. Petter Solberg/Chris Patterson (N/GB), Citroën DS3 WRC, + 23,7

4. Sébastien Ogier/Julien Ingrassia (F), Citroën DS3 WRC, + 1:31,4 min.

5. Mads Östberg/Jonas Andersson (N/S), Ford Fiesta RS WRC, + 2:42,5

6. Dani Sordo/Carlos del Barrio (E), Mini John Cooper Works WRC, + 3:27,5

7. Ott Tanak/Kuldar Sikk (EE), Ford Fiesta S2000, + 7:10,8

8. Juho Hänninen/Mikko Markkula (FIN), Skoda Fabia S2000, + 7:37,5

9. Matthew Wilson/Scott Martin (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 8:00,3

10. Nasser Al-Attiyah/Giovanni Bernacchini (QA/I), Ford Fiesta S2000, + 12:33,7

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