Rallye Dakar, Tag 6: Wieder Sherco-Sieg, Lopez out

Von Matthias Dubach
Dakar Moto
Alain Duclos: Tagessieg auf Sherco und neu auf Gesamtrang 3

Alain Duclos: Tagessieg auf Sherco und neu auf Gesamtrang 3

Auf der Etappe vor dem Ruhetag siegte Alain Duclos, während Mitfavorit «Chaleco» Lopez (KTM) ausschied. Titelverteidiger Cyril Despres nach Zeitstrafe nur noch Elfter.

Eine wirkliche Überraschung war es nicht mehr, aber dennoch verblüffend: Mit Alain Duclos reihte sich zwei Tage nach Teamkollege Juan Pedrero bei der sechsten Etappe der Rallye Dakar auch der zweite Sherco-Werksfahrer in die Siegerliste ein. Der Franzose gewann damit auf der 400 km langen Spezialwertung zwischen San Miguel de Tucuman und Salta zum ersten Mal nach 2006 wieder eine Dakar-Etappe.

Der Tag wurde allerdings vom Tod des erfahrenen Amateurfahrers Eric Palante überschattet.

Duclos verwies auf der starken 450 Sherco des winzigen Offroad-Motorradherstellers aus Frankreich Gesamtleader Marc Coma mit 1:15 min auf Rang 2 – schon vor acht Jahren war der Spanier bei Duclos´ Sieg in Afrika dem heute 42-Jährigen am nächsten gekommen.

Die sechste Etappe wurde zum Tag der knappen Abstände. Die ersten 16 Piloten verloren weniger als 20 min auf den Etappensieger.

KTM-Werksfahrer Coma führt in der Gesamtwertung weiter souverän vor Honda-Speerspitze Joan Barreda und neu vor Duclos, der das Sherco-Team von einem Podestplatz träumen lassen kann.

Der bisherige Dritte ist hingegen draussen: Francisco «Chaleco» Lopez kann die Überfahrt am Montag in sein Heimatland Chile nur als Zuschauer erleben, der KTM-Werkspilot zerstörte sich bei einem Sturz das Motorrad irreparabel und musste aufgeben. Damit ist Red Bull KTM nach dem Ausscheiden von Lopez und Ruben Faria Mitte der Woche bereits zur Hälfte dezimiert.

Auch bei anderen Toppiloten sind die Chancen auf das Podest stark gesunken, denn nachträglich nach der fünften Etappe vom Donnerstag verhängte Strafen sorgten für Abstürze in der Gesamtwertung: Cyril Despres, Stefan Svitko und Ivan Jakes kassierten je eine Stunde Strafzeit für verpasste Wegpunkte! Titelverteidiger Despres hat damit bei der ersten Dakar nach seinem Wechsel von KTM zu Yamaha definitiv keine Top-3-Chancen mehr, der Franzose liegt nur noch auf Rang 11.

Damit bietet sich am Ruhetag ein Bild, das kaum jemand für möglich gehalten hätte. Die Werkteams von KTM und Honda haben zwar ihre Stars Coma und Barreda an der Spitze platziert, aber mit Duclos auf Rang 3 Speedbrain-Privatpilot Jeremias Israel auf Rang 5 proben die Aussenseiter den Aufstand

Rallye Dakar 2014, Etappe 6: San Miguel de Tucuman/RA–Salta/RA 
(400 km Spezialwertung, 64 km Verbindungstrecke)

1. Alain Duclos (F), Sherco, 4:21:34 h
2. Marc Coma (E), KTM, +1:15 min
3. Michael Metge (F), Yamaha, 1:49
4. Joan Barreda (E), Honda, +2:22
5. Cyril Despres (F), Yamaha, +2:55
6. Hélder Rodrigues (P), Honda, +4:21
7. Stefan Svitko (SK), KTM, +7:46
8. Kuba Przygonski (PL), KTM, +8:12
9. Jordi Viladoms (E), KTM, +10:26
10. Jeremias Israel (RCH), Speedbrain, +11:13

Gesamtwertung nach 6 von 13 Etappen

1. Coma, 23:08:00 h
2. Barreda, +42:17 min
3. Duclos, +1:00:58 h
4. Viladoms, +1:08:09
5. Israel, +1:33:28
6. Olivier Pain (F), Yamaha, +1:43:08
7. Przygonski, +1:49:59
8. Rodrigues, +2:01:24
9. David Casteu (F), KTM, +2:12:05
10. Daniel Gouet (RCH), Honda, +2:17:26
11. Despres, +2:24:41 (inkl 1 h Zeitstrafe)
12. Svitko, +2:36:44 (inkl 1 h Zeitstrafe) 

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