DTM: Bruno Spengler vs. Wintersport-Legenden

Von Otto Zuber
DTM
Bruno Spengler, Fritz Fischer und Georg Hackl

Bruno Spengler, Fritz Fischer und Georg Hackl

Auch in der rennfreien Zeit gönnen sich die BMW-Fahrer keine Verschnaufpause. Am vergangenen Wochenende stellte sich Bruno Spengler der ultimativen Herausforderung auf Eis und Schnee.

Bei der Winter Challenge der BMW Bank trat der Kanadier gegen Biathlon-Idol Fritz Fischer und Rodel-Legende Georg Hackl jeweils mit einem Team aus Fans an. Im Interview spricht Spengler über die Veranstaltung und seine Liebe zum Wintersport.

Bruno, Sie sind absolut sportbegeistert, da muss die BMW Bank Winter Challenge ein traumhaftes Erlebnis für Sie gewesen sein...

Absolut! Schon allein die Kulisse am Königssee und in Saalfelden, vor der dieser außergewöhnliche Wettkampf stattgefunden hat, war fantastisch. Am ersten Abend haben wir zur Einstimmung eine Ice-Kart-Challenge veranstaltet und eine Fackelwanderung zu einer Alm unternommen. Dabei ist ein echter Team-Spirit entstanden. Am Samstag war dann der eigentliche Wettkampftag. Wir haben uns in drei Disziplinen gemessen – im Biathlon, Rodeln und bei einer BMW Driving Experience. Es war ein tolles Erlebnis, gegen Fritz und Georg anzutreten. Sie sind Legenden in ihren Sportarten. Zusammen haben sie acht Medaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen und waren zwölf Mal Weltmeister. Das ist eine beeindruckende Bilanz. Auch menschlich sind die beiden absolut top. Wir haben uns super verstanden. Es ist trotz der kalten Temperaturen neben jeder Menge Schweiß auch viel Adrenalin geflossen. Denn wir drei sind absolute Wettkampftypen, geben immer alles und wollen gewinnen. Am Ende hatte Fritz mit seinem Team die Nase vorn, doch das Ergebnis ist nicht so wichtig. Der Spaß stand im Vordergrund. Und davon hatten wir bei der Winter Challenge jede Menge. Es wurde viel gelacht. Die Siegerehrung durch Magdalena Neuner am Abend im Bergdorf Priesteregg war dann noch eine tolle Überraschung und ein schöner Abschluss für alle Teilnehmer.

Hilft so ein Wettkampf, auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, sich fit für die anstehende DTM-Saison zu halten?

Klar, jede Art von sportlicher Betätigung hilft in der Vorbereitung auf die Saison. Wenn du nicht fit bist, hast du keine Chance in der DTM. Nur, wenn du körperlich und mental auf einem Top-Level bist, kannst du Rennen gewinnen. Deshalb gebe ich im Winter immer richtig Gas. Beim Langlauf oder Schneeschuhwandern in Kanada hole ich mir, was die Ausdauer betrifft, die Grundlagen für die Saison. Der perfekte Sport für mich ist aber Biathlon. Die Schießübungen helfen, selbst bei einer enormen Pulsfrequenz die Konzentration hochzuhalten.

Mit welchen Erwartungen starten Sie in die DTM-Saison 2016?

Wir müssen erst einmal schauen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Ich will das Beste aus mir und dem Fahrzeug herausholen – das ist mein erstes Ziel. Zwar war ich 2015 erneut der beste BMW Fahrer und konnte einige Podestplätze erkämpfen. Aber einen Sieg konnte ich nicht holen. Das soll sich in der neuen Saison ändern. Denn für mich gibt es nichts Schöneres, als nach dem Rennen ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Dafür lebe ich.

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