Marc Lieb bei «Ennstal Classic» im Le-Mans-Siegerauto

Von Tom Vorderfelt
FIA WEC
Bei der Ennstal Classic zu bewundern: Porsche 911 GT1-98

Bei der Ennstal Classic zu bewundern: Porsche 911 GT1-98

Marc Lieb steuert bei der «Ennstal Classic» den Porsche 911 GT1-98. Auch Hans-Joachim Stuck, Jacky Ickx und Walter Röhrl in Gröbming.

Vom 10. bis 12. Juli 2014 startet das Porsche-Museum mit historischen Sportwagen bei der «Ennstal Classic», die dieses Jahr ganz im Zeichen von Porsche steht. Der dreitägige Event, an dem insgesamt bis zu 800 Kilometer zurückgelegt werden, bietet mit einem Bergprolog, Touren durch die Tauern und einem Stadt-Grand Prix den Fahrern und Zuschauern ein Festival des Autofahrens. Die Porsche AG unterstützt die «Ennstal Classic» in diesem Jahr erstmals als Hauptsponsor.

Die «Ennstal Classic» gehört zu den bedeutendsten Automobilsport-Veranstaltungen in Österreich. Daher schickt das Porsche-Museum elf Fahrzeuge aus seiner Sammlung in die steirische Gebirgslandschaft: So pilotieren Dr. Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, Stuttgart, und Hans-Joachim Stuck, Le Mans-Sieger und DTM-Meister, jeweils einen von vier Porsche 356, die an den Start gehen werden. Neben zwei 550 Spyder kommt auch ein 911 S 2.2 Targa, ein 911 Carrera 2.7 RS sowie ein 911 aus dem Jahr 1967 zum Einsatz. Zudem können die Besucher und Schaulustigen am Streckenrand ehemalige Rennfahrer wie den zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl im Porsche 718 W-RS Spyder und den vierfachen Porsche-Le-Mans-Gesamtsieger Jacky Ickx im legendären Porsche 550 A Spyder am Samstag beim «Chopard Grand Prix von Gröbming» bewundern.

Der aktuelle Porsche-Werks- und LMP1-Fahrer Marc Lieb wird hinter dem Lenkrad des Le Mans Siegerfahrzeugs aus dem Jahr 1998, den Porsche 911 GT1-98 beim Samstag-Finale Platz nehmen.

Mit Österreich verbindet der Sportwagenhersteller seine ersten Produktionsjahre: 1944 muss das Porsche-Konstruktionsbüro nach schweren Luftangriffen auf Stuttgart nach Gmünd in Kärnten ausweichen. Ferry Porsche hielt dennoch an der Realisierung seines eigenen Sportwagens fest. So begann noch in der zweiten Jahreshälfte 1948 die Fertigung der ersten serienmäßigen Coupés und Cabrios vom Typ 356/2 in Gmünd. Zwischen 1948 und 1951 entstehen in Österreich in aufwändiger Handarbeit 53 Modelle des Typs 356. Der im Porsche-Museum ausgestellte erste Sportwagen mit der Fahrgestellnummer «356-001» erhielt am 8. Juni 1948 von der Kärntner Landesregierung seine Straßenzulassung. Die Werkstatt in Gmünd war jedoch am Ende zu provisorisch, so dass Porsche 1950 in die Autostadt Stuttgart zurückkehrte.

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