Ferdinand Habsburg (Alpine): «Die Zeit wird bald knapp»
In der Saison 2026 der Sportwagen-WM (FIA WEC) startet Ferdinand Habsburg in einem Alpine A424 zusammen mit António Félix da Costa und Charles Milesi. Wie es 2027 weitergeht, ist aktuell noch unklar.
Ferdinand Habsburg wartet wie seine Kollegen bei Alpine/Signatech auf Fortschritte, was die Zukunft des Teams betrifft. «Noch gibt es nichts Neues. Aber wir wissen, dass hart daran gearbeitet wird, die Zukunft mit einem anderen Autobauer zu sichern», sagt der Österreicher.
Obwohl die Zeit drängt, gibt Habsburg die Hoffnung nicht auf: «Wir sind ein großes Team mit drei Jahren Weiterentwicklung des Hypercars. Es wäre schade, würde das alles verschwinden.» Und er weiß, dass es immer enger wird: «Das Problem ist das Zeitfenster: Es gibt Limits für Homologation, Reglement, Nennfristen usw. Das alles muss einmal passieren, und die Zeit rennt dahin.»
Sein Fokus sei klar in der WEC zu bleiben, sagt der gebürtige Salzburger. «Wie es funktionieren kann, weiß ich ehrlich gesagt derzeit noch nicht. Klar ist auch die IMSA weiter ein Thema.» Dort war er am vergangenen Wochenende beim GP von Road America wieder für Era im Einsatz und war nach dem dritten Rang im Rennen zuvor in Watkins Glen diesmal enttäuscht, weil es nach Problemen nur für Rang zehn reichte.
Zur Lage bei Alpine vor dem Lone Star Le Mans in einem Monat in Austin sagt Habsburg: «Wir geben alles, was wir haben und verstecken nichts. Unser Problem ist, dass wir manchmal wirklich schnell sind und manchmal nicht, weil unser Arbeitsfenster nicht groß genug ist. Wir bekommen ein Problem, wenn der Compound zwar passt, aber sich die Temperatur verändert und er eben nicht mehr optimal funktioniert. Deshalb ist unser Ziel die maximale Optimierung unseres Potenzials. Und damit die langfristige Sicherung des Teams.»
Auch der 29-Jährige ist beeindruckt, wie schnell sich WEC-Neuling Genesis an die führenden Teams herangearbeitet hat: «Wir müssen uns anschauen, wie Genesis das macht. Die sind zwar noch nicht überall stark, aber es ist stark, wie sie in kurzer Zeit aufgeschlossen haben. Sie fahren eine sensationelle Rookiesaison.» Für Habsburg stehen neben den restlichen WEC-Rennen auch noch die ELMS-Stationen in Spa, Silverstone und Algarve auf dem Programm.
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