Quali-Tier Hülkenberg: «Abstand nach vorne zu groß»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg ist ein Quali-Tier. Der Deutsche ist besonders gut darin, in einer schnellen Runde alles auf den Punkte zusammen zu bekommen. Carlos Sainz kann ein Lied davon singen.

Montreal war das siebte Qualifying in dieser Saison, und es war das fünfte Mal, dass Hülkenberg seinen Teamkollegen ausstach.

Der Emmericher reihte sich mal wieder auf Platz ein, unmittelbar hinter den sechs Fahrern der drei Topteams. Heißt: Hülkenberg holte für Renault und sich mal wieder das absolute Maximum heraus.

«Es war ein gutes Qualifying, aber bislang ein schwieriges Wochenende, speziell mit dem Verlust des ersten Trainings. Wir haben uns aber gut davon erholt und gut reagiert, deshalb bin ich bis jetzt zufrieden», sagte Hülkenberg.

Hülkenberg weiß, dass er im Rennen nach hinten schauen muss. «Der Abstand nach vorne ist zu groß, um gegen sie kämpfen zu können und besser als Siebter zu werden.» Der Rückstand auf den Sechsten Daniel Ricciardo: mehr als 0,8 Sekunden.

Ganz wild lief es bei Sainz, der als Neunter zwar wie erwähnt erneut hinter Hülkenberg landete, aber froh sein konnte, dass er überhaupt so einen guten Startplatz erreichen konnte.

Der Turbo an Sainz‘ Auto war durch ein angesaugtes Teil beschädigt worden. Der Spanier war voll des Lobes und ehrlich beeindruckt von seiner Mannschaft.

«Getriebe raus, Getriebe rein, wie sie reagiert und wie beide Seiten der Garage zusammengehalten haben und den Turbo in Rekordzeit gewechselt haben, war ziemlich beeindruckend. Es war vermutlich sogar das Beeindruckendste, was ich seit langem gesehen habe. Eine Stunde vor dem Qualifying dachte ich, dass ich als Letzter starten würde, doch nun bin ich Neunter.»

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