David Coulthard: «Hamilton auf einer Stufe mit Senna»

Von Rob La Salle
Formel 1

​Der Schotte David Coulthard (47) ist der Meinung, dass wir Lewis Hamilton vielleicht falsch einreihen, wenn es um die ganz Grossen des Sports geht: «Lewis Hamilton ist auf eine Stufe zu stellen mit Ayrton Senna.»

Lewis Hamilton jagt in Silverstone seinen fünften Sieg in Serie beim Heimrennen, das hat noch keiner geschafft auf britischem Boden. Ein anderer Silverstone-Sieger, David Coulthard, ist der Überzeugung, dass wir den Mercedes-Star vielleicht falsch einstufen, wenn es um die ganz Grossen des Sports geht. Coulthard sagt im Scotsman: «Als ich jünger war, haben wir zu Nigel Mansell, Alain Prost und Ayrton Senna aufgeschaut. Heute ist Lewis Hamilton für die jungen Piloten das Vorbild. Für mich ist Lewis einer der überragenden Fahrer, er verdient es, auf eine Stufe mit Ayrton Senna gesetzt zu werden.»

«Es wäre grandios, würde Lewis hier zum fünften Mal in Folge siegen. Rekorde sind nun mal dazu da, gebrochen zu werden. Mercedes ist in Silverstone seit Jahren sehr stark, und ich sehe keinen Grund, wieso das nicht auch in diesem Jahr so sein sollte.» Der erste Trainingstag auf dem früheren Flugfeld hat diesen Eindruck unterstrichen. Auch Ferrari-Star Sebastian Vettel sagt: «Mercedes ist in Silverstone Favorit.»

David Coulthard weiter: «Österreich war für Mercedes eine Enttäuschung. Aber es wäre unrealistisch zu denken, dass es in der Formel 1 eine hundertprozentige Standfestigkeit gibt. Wir reden hier von High-Tech an der Grenze, und manchmal wird diese Grenze überschritten.»

Zum Strategiepatzer von Mercedes auf dem Red Bull Ring meint der 13fache GP-Sieger: «Wir machen im Leben alle Fehler, Lewis Hamilton hat auch schon welche gemacht. Wichtig ist in solchen Situationen, sich nicht zu verstecken. Du musst zu deinen Fehlern stehen und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.»

Coulthard, WM-Zweiter 2001 hinter Michael Schumacher, erinnert sich gerne an seine Silverstone-Siege 1999 und 2000 zurück. Der heutige GP-Experte von Channel 4 meint: «Besonders der zweite Sieg war süss, als ich im Jahre 2000 auf dem Podest stand, neben mir mein Stallgefährte Mika Häkkinen und Ferrari-Star Michael Schumacher. Wenn du vor deinem Heimpublikum deinen eigenen Teamkollegen schlagen kannst und Schumacher obendrein, dann weisst du – besser geht es nicht. Ich hatte Silverstone schon als Knirps besucht. Eines Tages in Silverstone Formel-1-Sieger zu werden, das ist unvergesslich.»

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