Ennstal-Classic ehrt Porsche: Star-Gast Hans Stuck

Von Helmut Zwickl
Formel 1

​Die Oldtimer-Veranstaltung Ennstal-Classic (18.–21. Juli) steht ganz im Zeichen von «70 Jahren Porsche 356». Ehrengast ist der frühere GP-Fahrer und Le-Mans-Sieger Hans-Joachim Stuck.

238, 17 und 52 – das sind die Schlüsselzahlen der 26. Ennstal-Classic: 238 Teilnehmer am Start aus 17 Nationen, 52 verschiedene Marken und eine Menge Prominenz machen diese Dreitages-Veranstaltung für Oldtimer bis Baujahr 1972 zu einem der renommiertesten Events für klassische Autos europaweit. Die Ennstal feiert «70 Jahre Porsche 356», wo doch der Ur-Typ im kärntnerischen Gmünd entstanden ist.

Der Schwerpunkt liegt – wie könnte es anders sein – auf den gefeierten 356 Modellen. Dr.Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, führt die Armada von 356-Modellen an, die das Werks-Museum an den Start schickt. Sein Navigator im privaten 356 Carrrera 2 Coupé (Baujahr 1964) ist Günther Horvath, der kürzlich in den Aufsichtsrat der Porsche Holding SE berufen wurde. Dr. Wolfgang Porsche wird im ältesten 356 aus dem Jahre 1948 den Zenith-Grand Prix am 21. Juli in Gröbming eröffnen.

Der frühere Grand-Prix-Fahrer und Le-Mans-Sieger Hans-Joachim Stuck bekommt das stärkste Auto, einen 180 PS starken 356 Carrera GT aus dem Jahre 1961. Fritz Enzinger, der für das WEC Sportwagen-Projekt verantwortlich war, wurde im VW-Konzern Leiter des Motorsports. Er fährt einen 356 Speedster und Porsche Kommunikationschef Josef Arweck ein 356 Coupe aus dem Jahre 1954. Helmut Eggert, Porsche Markenleiter von Österreich, steuert einen 356 Speedster 1600 S, Baujahr 1958, aus dem Salzburger Familiensilber.

Die Teilnehmer müssen am ersten Fahrtag 370 km unter die Räder nehmen, Höhepunkt ist die Sonderprüfung auf dem Salzburgring. Zieleinlauf ist ab 18 Uhr in Schladming. Am zweiten Fahrtag stehen 411 km im Roadbook, Zuschauer-Hotspot ist Steyr, insgesamt sind 21 Sonderprüfungen an beiden Tagen zu absolvieren. Philosophie der Veranstalter: «Die Ennstal ist kein Blumenkorso, es geht um sportliches Autofahren.»

Legenden, Stars und Top-Manager machen Gröbming auch in diesem Jahr wieder zur Radnabe der Classic-Car Szene: Derek Bell, Hans-Joachim Stuck, David Brabham, Dr. Wolfgang Porsche, Daniele Audetto, Jo Ramirez, Mario Illien, Dieter Quester, Franz Wurz, Fritz Enzinger, Gregor Bloeb, Nina Proll, Christian Clerici, Rudi Roubinek, Siegfried Wolf und Ex-Justizminister Dr.,Wolfgang Brandstetter werden am Start stehen.

Bevor am Freitag die Ennstal-Classic zum Flugplatz Niederöblarn kommt (ab 19.20 Uhr), wird um 17.00 Uhr ein zwei Mal 15 Minuten dauernder Show-Run gestartet, an dem unter Anderen teinehmen: Egon Hofer auf einem Cooper-Maserati, sein Sohn Michael zündet einen Abarth-1000 SP, Peter Schleifer bringt einen Ford GT40, Franz Steinbacher einen Abarth 2000 sowie Arturo Merzario, der Lebensretter von Niki Lauda bei dessen Feuerunfall 1976 am Nürburgring. Der Italiener sitzt in einem Abarth 2000-Rennsportwagen, mit dem er einst die Europa-Bergmeisterschaft gewann.

Am Samstag sehen wir beim Zenith-Grand Prix von Gröbming all diese Autos und auch noch den legendären Porsche 908/3 Rennsportwagen, der bei der Targa Florio 1970 mit Pedro Rodríguez/Leo Kinnunen Platz 2 belegte. Pilotiert wird er von Hans-Joachim Stuck.

Die Ennstal-Classic bietet Motorsport wie früher: ohne elektronische Drehkreuze und bei freiem Eintritt – mit Autos, die in der Geschichte technische Meilensteine setzten.

Alle Informationen finden Sie unter www.ennstal-classic.at

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