Lando Norris (McLaren) nach Kritik Verstappen/Alonso: «Das geht so nicht»
Die Formel-1-Stars Max Verstappen und Fernando Alonso haben die 2026er Rennwagen-Generation schonungslos kritisiert. Lando Norris sagt, wie er das sieht und was mit den diesjährigen Autos nicht geht.
Noch immer spaltet diese Formel 1 die Fans und Fachleute. Viele Zuschauer freuen sich über abwechslungsreiche Rennen, viele Piloten – allen voran Max Verstappen und Fernando Alonso – finden das Fahren jedoch widernatürlich und die Überholmanöver beliebig.
Formel-1-Champion Lando Norris meint: «Es stimmt schon, diese Rennwagen erfordern einen anderen Fahrstil. Vor allem die Antriebseinheit erzwingt eine komplett neue Herangehensweise. Du bist als Pilot stark abhängig von der Batterie und musst entsprechend fahren.»
«Um dich in die beste Lage zu bringen, musst du bei der Arbeit am Lenkrad die Batterie unterstützen, und mit dem Fahrstil von früher geht das so nicht. Ich finde, du bist als Pilot mehr gefordert.»
«An den ersten elf GP-Wochenenden hat sich gezeigt: Wir lernen im Umgang mit diesen Antriebseinheiten noch immer dazu. Was viele Leute dabei komplett vergessen haben – wir fahren 2026 auch mit anderen Reifentypen. Wenn du die ganze Zeit über volle Attacke machst, dann werden dir die Walzen das übel nehmen; auch wenn jedes Formel-1-Auto ein wenig anders mit den Pirelli interagiert.»
«Letztlich musst du an Bord Vieles anders machen, aber an der generellen Aufgabe an mich hat sich nichts geändert: Ich muss auch 2026 versuchen, das Beste aus meinem Auto und den Reifen zu holen. Und dazu braucht es halt einen anderen Fahrstil.»
«Was wir in der ersten Saisonhälfte erlebt haben: Die Zweikämpfe sind intensiver geworden, die Fans sehen mehr Überholmanöver. Aber ich glaube noch nicht, dass wir da die richtige Balance gefunden haben.»
«Wenn es um die Formel 1 generell geht, dann sehe ich eine Königsklasse, der es noch nie besser ging. Wir brechen Zuschauerrekorde und Einschaltquoten. Die Formel 1 liegt mir sehr am Herzen, und manchmal erheben die Fahrer ihre Stimme, weil sie mit gewissen Aspekten nicht zufrieden sind. Ich bin nicht sicher, ob die Leute das immer richtig verstehen. Aber es stimmt schon – ginge es nur nach uns Piloten, dann hätten wir eine andere Formel 1.»
«Wir Fahrer haben als Gemeinschaft bei Formel-1-Chef Stefano Domenicali und beim FIA-Präsidenten Mohammed Bin Sulayem unsere Bedenken geäussert, was verschiedene Aspekte des Fahrens angeht mit diesen Autos. Uns ist klar, dass dies kein Wunschkonzert ist und wir nicht alles so erhalten werden, wie es uns genehm wäre. Aber wir haben schon den Eindruck, dass wir Gehör finden, und gewisse Änderungen für die kommenden Jahre sind bereits aufgegleist.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



